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Uni-Kassel
14. März 2017

Blockseminar Die pseudoreligiöse Versuchung Die weltweite Problematik der Sekten und Psychokulte

Der Sektenbegriff wird heute in erster Linie benutzt, um die Abweichung einer Gemeinschaft vom Wertekonsens der Gesellschaft zu benennen: Eine Gruppe wird als ,,Sekte” empfunden, wenn sie mehr oder weniger radikal aus der bürgerlichen Welt aussteigt, fremde Heilsideen aufnimmt und/oder...

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Der Sektenbegriff wird heute in erster Linie benutzt, um die Abweichung einer Gemeinschaft vom Wertekonsens der Gesellschaft zu benennen: Eine Gruppe wird als ,,Sekte” empfunden, wenn sie mehr oder weniger radikal aus der bürgerlichen Welt aussteigt, fremde Heilsideen aufnimmt und/oder skrupellos die eigenen Interessen verfolgt. Eine Sekte ist mithin mehr oder weniger eindimensional, ideologiegeladen, intolerant und wirklichkeitsfern, also im wörtlichen Sinne ,,sektiererisch”. Der umgangssprachliche Sektenbegriff will also nicht in erster Linie die Abspaltung von einer Mutterkirche aufzeigen, wohl aber auf ethische Entgleisungen hinweisen: Es gibt ein Geflecht von Kriterien, was eine Gruppe zur Sekte macht. Wenn mehrere dieser Kriterien zutreffen, wird man von einer religiösen, politischen oder einer Psycho-Sekte sprechen können. Z.B.: Die Gruppe ist klar ausgerichtet auf eine Führerfigur oder Führerideologie; sie bindet ihre Anhänger eng an sich bzw. an das eigene Heilskonzept, es gibt kein soziales oder karitatives Engagement; die Gruppe sieht sich von Feinden umstellt und kann eher sagen, wogegen sie ist, als wofür sie eintritt; Kritik ist weder innerhalb noch von außen möglich; wer die Gruppe verlassen will, wird bedroht; Aussteiger oder -Abtrünnige- werden tyrannisiert. Das Seminar ist der dritte Teil meiner, in den beiden vorangegangenen Semestern durchgeführten Veranstaltungen zum Thema, kann aber auch von Studierenden besucht werden, die Teil 1 und 2 nicht besuchen konnten. U.a. werden Heilungssekten, Perfektionistische Sekten und Politsekten behandelt werden. EINE LITERATURLISTE WIRD IN DER ERSTEN SITZUNG VERTEILT WERDEN. BemerkungModule: L1/M6; L2/M26; L3/M37 2. Teil FB 01 Institut für Katholische Theologie Uni Kassel WS 2008/2009 Kat.Religion Prof. Dr. Dr. Lohner Alexander