Uni-Essen
14. März 2017Blockseminar E3 IOS Der Ausdruck des Unsagbaren Der Holocaust in Literatur Film und Printmedien 3-3 Cr
Inhalte: Was gibt es über das unsagbarste aller Ereignisse, den Holocaust, noch zu sagen? Bereits seit den 1940er Jahren – unmittelbar nach dem Holocaust – haben sich Wissenschaftler aller Fachrichtungen darin versucht, dem Unsagbaren Sprache zu verleihen, Erklärungen zu finden,...
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Was gibt es über das unsagbarste aller Ereignisse, den Holocaust, noch zu sagen? Bereits seit den 1940er Jahren – unmittelbar nach dem Holocaust – haben sich Wissenschaftler aller Fachrichtungen darin versucht, dem Unsagbaren Sprache zu verleihen, Erklärungen zu finden, und füllen damit ganze Bibliotheken. Bis heute, 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist der Holocaust als Thema präsent: In den Wissenschaften, verschiedenen Medien und im Alltag. Aber wie wird das Unsagbare ausgedrückt? Und welche Erinnerungskulturen haben sich etabliert? Wie erinnern sich Überlebende der Lager an die Shoah, wie die Juden die Vernichtung ihres Volkes nennen, und wie verbalisieren sie das erlebte Trauma? Mit welchen Bildern, Motiven und Geschichten greifen Literatur, Film und Gesellschaft diesen Themenkomplex auf und auf welche Art und Weise berichten Printmedien darüber?
Wie die Erinnerung an den Holocaust bis heute wachgehalten wird, woher die -Holocaustmüdigkeit- (Milgram/Rozett) kommt und den Zusammenhang zwischen Trauma, Sprache, Erinnerung und kollektivem Gedächtnis (A. Assmann), werden wir im Seminar ebenfalls untersuchen.
Im Rahmen des Seminars besuchen wir am 17.04.2016 in der Zeit von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr gemeinsam die Alte Synagoge in Essen. Für die Exkursion besteht Anwesenheitspflicht!
Lernziele:
Die Studierenden vergegenwärtigen sich den medialen Umgang mit dem Holocaust und setzen sich mit verschiedenen Erinnerungsdiskursen und den dafür wesentlichen Begriffen wie -Kollektives Gedächtnis- und -Kollektivschuld-, sowie deren Funktion auseinander. Sie erschließen und analysieren die Funktion von Sprache und Bild im Hinblick auf Fakten, Erinnerung und Trauma. Dabei beleuchten und hinterfragen sie ihre eigene Position zum Holocaust und der dazugehörigen Erinnerungskultur.
Peter Weiß: Die Ermittlung
Robert Merle: Der Tod ist mein Beruf (in Auszügen)
Paul Celan: Todesfuge
Institut für Optionale Studien IOS
In E3 nicht geeignet für: 2-Fach GeiWi
Aktive Mitarbeit und Vorbereitung, die auch Lektürearbeit und das Ansehen von Filmen einschließt.
Aktive Teilnahme und Vorbereitung, Anfertigung und Abgabe eines Lerntagebuches (3 Cr.). Nähere Angaben zum Lerntagebuch gibt es bei der Vorbesprechung.
Alle E3-Studierenden erhalten eine Benotung, die nach Maßgabe der jeweiligen Prüfungsordnung ggf. in die Endnote eingeht.
Die Note setzt sich wie folgt zusammen: Lerntagebuch 70%, mündliche Mitarbeit 30%
Universität Duisburg-Essen
SoSe 2016
Bachelor, Bachelor
Dr.
Fiebach Constanze