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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar ENTFÄLLT E3 IOS Unternehmen ein Ort der Kommunikation Ein transdisziplinärer Blick auf die tosende Stille in unser aller Arbeitsalltag Cr 3

Inhalte: Ob man den Erzählungen der Arbeitnehmer lauscht, Wirtschaftspresse oder Managementliteratur liest oder sich nur Daily-Soaps hingibt: Das Konstrukt des Unternehmens scheint untrennbar mit Kommu­ni­ka­tion verbunden zu sein. Es wird viel und in zunehmendem Maße mit so genannten modernen, di­gi­ta­len...

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Inhalte: Ob man den Erzählungen der Arbeitnehmer lauscht, Wirtschaftspresse oder Managementliteratur liest oder sich nur Daily-Soaps hingibt: Das Konstrukt des Unternehmens scheint untrennbar mit Kommu­ni­ka­tion verbunden zu sein. Es wird viel und in zunehmendem Maße mit so genannten modernen, di­gi­ta­len Medien kommuniziert. Allerdings scheint die schiere Menge der eingesetzten Medien und produzierten Zeichen keineswegs mit dem zu korrelieren, was man im ersten Schritt mit dem Begriff -gelungene Kommunikation- belegen möchte. Berichte von uninformierten, überforderten, frustrierten und sogar kranken Mitarbeitern sind dafür ebenso Beleg wie die große Zahl von technisch oder organisatorisch motivierten Ver­besserungs­projekten. Der Zeit Kolumnist Harald Martenstein schließt daraus, dass zwei unserer fünf Arbeitstage in der Woche verschwendet sind: der den wir in Summe mit Meetings verbringen und der der für E-Mails draufgeht. (Zeit Magazin 51/2013). Da eine Ursache für dieses Phänomen die Defizite der üblichen monokausalen Lösungsansätze der Organisations-Praxis, der IT-Technologie oder der Führungslehre sein könnten, will sich dieses Semi­nar ganz bewusst transdisziplinär dem Thema nähern. D.h. wir wollen aus ganz unterschied­lichen Blick­winkeln Begriffe, Fragestellungen und Erkenntnisse sichten und diskutieren. Dabei geht es nicht um die schnelle Generierung von (vermeintlichen) Problemlösungen, sondern um das kritische Hinter­fragen üblicher Denk- und Handlungsmuster, wenn es um Kommunikation im Unternehmen geht. Lernziele: Studierende sind in der Lage den Themenbereich unternehmerische Kommunikation aus unterschied­lichen wissenschaftlich-theoretischen Blickwinkeln zu beschreiben und zu beurteilen. Sie sind dadurch für die Herausforderungen moderner, digitaler Kommunikation hier im beruflich-unternehmerischen Zu­sam­menhang sensibilisiert. Gleichzeitig erlernen sie das kritische Lösungspotential, das entsteht, wenn man Erkenntnisse und Me­thoden unterschiedlicher Fächer kombiniert, wie z.B. Management- und Organisationswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Kommunikations- und Sprachwissenschaften, Psychologie, Soziologie oder IT- und Medienwissenschaften. Arbeitsformen: Wir werden auf einen bewährten Mix aus vorbereitender Lektüre, Referaten sowie Gruppenarbeiten zu Tex­ten und Fragestellungen zurückgreifen. Im Referat werden sich die Teil­nehmer­Innen auf ein Thema außerhalb ihres Studienfaches vorbereiten müssen. Gleichzeitig fungieren alle TeilnehmerInnen als Experten (und Anwälte) für ihr Fachgebiet innerhalb der Seminar­diskussionen. Klaus M. Bernsau: Gruppen-Kommunikation, in: Kompendium Coaching & Teamcoaching, hsg. von Nina Meier Sternenfels 2012 Klaus M. Bernsau: Kommunikation, in: Coaching Handbuch, 2. Aufl. hsg. von Rolf Meier Sternenfels 2011 Klaus M. Bernsau: E-Mail, eine Kommunikations-Innovation. Lehren für zukünftige Technologien?, in: TRANS Internet-Zeitschrift fuer Kulturwissenschaften 17/2008 Martin Suter: Business Class: Geschichten aus der Welt des Managements, Zürich 2002 Patrick Kury: Der überforderte Mensch : eine Wissensgeschichte vom Stress zum Burnout, Frankfurt am Main [u.a.] 2012 Peter Krumbach-Mollenhauer und Thomas Lehment: Führen mit Psychologie. Menschen effizient und erfolgreich führen, 2., aktualisierte und erw. Aufl. Weinheim 2010 Charlene Li/Josh Bernoff: Facebook, You Tube, Xing & Co – Gewinnen mit Social Technologies, München 2009 Christian Kurtzke, Petra Popp: Das wissensbasierte Unternehmen – Praxiskonzepte und Management-Tools, München, Wien 1999 Martin Seibert, Sebastian Preuss, Matthias Rauer: Enterprise Wikis: die erfolgreiche Einführung und Nutzung von Wikis in Unternehmen, Wiesbaden 2011 Claudia Mast: Unternehmenskommunikation, Stuttgart 2006 Heiner Keupp (Hrsg.): Der Mensch als soziales Wesen. Ein Lesebuch, München 1998 Jonas Ridderstrale, Kjell A. Nordström: Karaoke-Kapitalismus – Fitness und Sexappeal für das Business von morgen, Heidelberg 2005 K. Birkigt/M. M. Stadler/H. J. Funck: Corporate Identity – Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, Landsberg am Lech 1998 Siegfried J. Schmidt: Unternehmenskultur – Die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen, Weilerswist 2008 Stefan Weber (Hrsg.): Theorien der Medien, Konstanz 2010 Wolfgang Jäger, Thorsten Petry (Hrsg.): Enterprise 2.0 – die digitale Revolution der Unternehmenskultur: warum Personalmanager jetzt gefordert sind, Köln 2012 Zugangsdaten für Online-Material werden bei der Vorbesprechung bekannt gegeben. Studium liberale (E3) Der Kurs ist im fachfremden Modul E3 nicht geeignet für Studierende der Komedia. Regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Kurzreferats, aktive Mitarbeit im Seminar. Die letzten beiden Punkte fließen gleichermaßen in die Bewertung mit ein. In E3 ist die regelmäßige, aktive Teilnahme mit Vor-/Nachbereitung neben dem erfolgreichen Bestehen Voraussetzung zum Scheinerwerb. Geduldet wird eine entschuldigte (!) Fehlzeit von max. 3 Zeitstunden bei Blockveranstaltungen. Nachträgliche Entschuldigungen können nicht berücksichtigt werden. Universität Duisburg-Essen SoSe 2014 Dr. Bernsau Klaus