Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar Kunst diesseits der digitalen Medien

Das Seminar unter dem Titel -Kunst diesseits der digitalen Medien- beschäftigt sich mit der Rolle der elektronischen und digitalen Medien in der zeitgenössischen Kunst. Es wird hierbei vor allem um heutige künstlerische Praxen gehen, die mit digitalen Medien arbeiten, diese...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Das Seminar unter dem Titel -Kunst diesseits der digitalen Medien- beschäftigt sich mit der Rolle der elektronischen und digitalen Medien in der zeitgenössischen Kunst. Es wird hierbei vor allem um heutige künstlerische Praxen gehen, die mit digitalen Medien arbeiten, diese aber nicht – wie dies in der Medienkunst der 1970er-2000er Jahre der Fall war – in der Fokus der künstlerischen Reflexion stellen. Während für die historische Medienkunst die Auseinandersetzung mit den sogenannten -Neuen Medien- kritische Differenz zum Betrieb der zeitgenössischen Kunst signalisierte, gehört in Zeiten von -postdigitaler Kunst- und -Post-Internet Art- die Arbeit mit Computergrafiken, virtuellen 3D-Welten und aktueller Präsentationstechnik zu diesem Betrieb wie selbstverständlich dazu. Das Seminar rekonstruiert anfangs anhand einiger ausgewählter künstlerischer Beispiele und Texte den historischen Zusammenhang von Kunst und Medien im 20. Jahrhundert und untersucht dann Werke zeitgenössischer Künstler_innen wie Paul Chan, Petra Cortright, Simon Denny, Constant Dullaart, Camille Henrot, Jon Rafman, Hito Steyerl, und anderer, für die die Arbeit mit digitalen Medien alltägliche Praxis und kein Distinktionsmerkmal darstellt. Dennoch bieten ihre Werke wichtige Anlässe für ein Nachdenken über die Bedeutung dieser Medien in der zeitgenössischen Kunst im besonderen, und in der heutigen Gesellschaft im allgemeinen. Das Seminar beschäftigt sich mit dieser Konstellation, indem es die Verschränkung von künstlerischen Fragestellungen, technologischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Bedingungen anhand exemplarischer Künstler_innen und Werke herausarbeitet. Erwartet werden die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre und die Erarbeitung eines Kurzreferats zu einer künstlerischen Position. Nicolas Bourriaud: Radikant. Berlin: Merve, 2009. Melanie Bühler (Hrsg.): No Internet, No Art. A Lunch Bytes Anthology. Amsterdam: Onomatopee, 2015. Dieter Daniels, -Was war Medienkunst?- In: Claus Pias (Hrsg.): Was waren die Medien? Zürich, Berlin: diaphanes, 2010. Elisabeth Fiedler, Christa Steinle, Peter Weibel (Hrsg.): Postmediale Kondition. Graz: Neue Galerie Granz am Landesmuseum Johanneum, 2005. Hal Foster, Rosalind Krauss, Yve-Alain Bois, u.a.: Art Since 1900: Modernism * Antimodernism * Postmodernism. 2nd edition. London, New York: Thames & Hudson, 2012. Omar Kholeif (Hrsg.): You Are Here. Art After the Internet. Manchester: Cornerhouse, 2014. Rosalind Krauss: Under Blue Cup. Cambridge, MA: MIT Press, 2011. Katja Kwastek: Aesthetics of Interaction in Digital Art. Cambridge/MA: MIT Press, 2013. Christiane Paul: Digital Art. London: Thames & Hudson, 2003. Domenico Quaranta: Beyond New Media Art. Brescia: LINK Editions, 2013. Hans-Peter Schwarz: Medien – Kunst – Geschichte. Medienmuseum. ZKM Karlsruhe. München: Prestel, 1997 Edward Shanken: Art and Electronic Media. London: Phaidon, 2009. Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Universität Duisburg-Essen WiSe 2016/17 Dr. Broeckmann Andreas