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Uni-München
14. März 2017

Blockseminar Lernwege und Lernbiografien

Individuell fördern heißt, den einzelnen Schüler entsprechend seinen Begabungen und Möglichkeiten optimal zu unterstützen. Im engeren Sinne gehören hierzu alle pädagogischen, didaktischen und methodischen Überlegungen und Maßnahmen, diesem Ziel auch innerhalb des Unterrichts im heterogenen Klassenverband so weit wie möglich...

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Individuell fördern heißt, den einzelnen Schüler entsprechend seinen Begabungen und Möglichkeiten optimal zu unterstützen. Im engeren Sinne gehören hierzu alle pädagogischen, didaktischen und methodischen Überlegungen und Maßnahmen, diesem Ziel auch innerhalb des Unterrichts im heterogenen Klassenverband so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Die Bemühungen um eine individuelle Förderung von Schülern führen zwangsläufig zur Frage welche Kompetenzen der Schüler schon erworben hat und worin seine Fähigkeiten und Stärken liegen. Pädagogisch diagnostizieren ist mehr als bloße Leistungsfeststellung, denn dies beinhaltet, eine Begleitung der Lernwege getragen vom Respekt vor der individuellen Lernbiografie. Im Kern geht es um ein differenziertes Verstehen des Ausgangspunkts für das weitere Lernen. Die Vorstellungen und das Denken der Schüler, aber auch ihr Lernumfeld stehen im Zentrum der Beobachtung, wenn es um die Diagnose und individuelle Förderung geht. Das Vorgehen anhand transparenter Kriterien (z. B. bei der Schülerbeobachtung) stellt hierbei ein charakteristisches Merkmal dar. Dies unterstützt die Lehrkraft dabei, möglichst objektive Einschätzungen zu erhalten und weitere individuelle Förder- und Unterrichtsschritte zu planen. Der Lehrer kann sich dabei nicht ausnehmen und reflektiert über seine eigenen Anteile im gelingen der Lernprozesse der Schüler. Im Seminar sollen folgende Fragen theoretisch genauer geklärt und Ergebnisse in der Praxis angewandt werden: - Warum und was soll diagnostiziert werden? - Wann und wie oft soll diagnostiziert werden? - Unter welchen Rahmenbedingungen? - Welche und wie viele Informationen sind erforderlich? - Welche Hilfsmittel und Verfahren sind vorhanden? Teilnahmevoraussetzung ist nicht nur die Bereitschaft zur regen Mitarbeit, sondern auch die eigenständigen Literaturrecherche und Übernahme eines Kurzreferates, sowie die Förderung von Schülern. Betz, D. und Breuninger, H. (1987). Teufelskreis Lernstörungen: theoretische Grundlegung und Standardprogramm. München: Psychologie-Verlags-Union. Fleischmann, S. und Rolletschek, H. (2006): -Was tue ich, wenn...?- München: Oldenbourg, Prögel/Praxis. Pschenny, S. (1995). Mit Lern- und Leistungsstörungen umgehen. Münster: Waxmann. www.schulberatung.bayern.de/ Voraussetzungen Vorlesung -Einführung in die Grundschulpädagogik- Anmeldung Anmeldung über HIS-LSF W3-Professur für Grundschulpädagogik und -didaktik (Univ. Prof. Dr. Joachim Kahlert-Reby) Vorlesung -Einführung in die Grundschulpädagogik- LMU München SoSe 2015 Department für Pädagogik und Rehabilitation