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Uni-Kassel
14. März 2017

Blockseminar mit Einführungssitzung Trajan und Hadrian

Trajan galt schon früh als Idealbild eines römischen Kaisers. Unter seiner Regierung erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung, seine Herrschaft galt als besonders glückliche Zeit. Optimus Maximusque sei er, wie er ab 103 n.Chr. auf seine Münzen prägen ließ....

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Trajan galt schon früh als Idealbild eines römischen Kaisers. Unter seiner Regierung erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung, seine Herrschaft galt als besonders glückliche Zeit. Optimus Maximusque sei er, wie er ab 103 n.Chr. auf seine Münzen prägen ließ. Unter der Herrschaft seines Nachfolgers Hadrian, der insbesondere als 'Reisekaiser' und Philhellene bekannt geworden ist, genoss das Römische Reich eine lange Zeit der Stabilität und Prosperität. Das Prinzip der Adoption, durch das nun die Nachfolge des princeps geregelt wurde, schien die inneren Konflikte um Macht und Herrschaft zu beseitigen. Nur allzu oft gilt daher für antike wie moderne Historiker die Zeit der Adoptivkaiser als beatissimum saeculum der römischen Geschichte. Durch eine intensive Analyse der vorliegenden literarischen Quellen zu dieser Zeit, die durch epigraphisches, papyrologisches, numismatisches und archäologisches Material ergänzt werden, soll ein umfassendes Bild der Zeit zwischen 98 und 138 n.Chr. und ihrer späteren Deutung gewonnen werden. Damit wird gleichzeitig eine grundlegende Einführung in die Alte Geschichte mit ihren Methoden und Teilgebieten verbunden. Eine der wichtigsten literarischen Quellen für die Regierungszeit Hadrian ist die vermutlich Ende des 4. Jahrhunderts entstandene Vita Hadriani der Historia Augusta - eine generell problematische historische Quelle. Darüber hinaus liefern der Panegyrikus (Lobrede) des jüngeren Plinius auf Trajan, der griechische Historiker Cassius Dio – dessen Bericht über die Zeit des Trajan und Hadrian allerdings nur in byzantinischen Auszügen vorliegt - sowie einige spätantike Breviarien weitere Informationen, die ebenfalls einer kritischen Auseinandersetzung, Kontextualisierung und Interpretation bedürfen. Diese soll im Rahmen des Seminars durch Referate und daran anschließende Diskussionen geleistet werden. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WiSe 2013/14 Geschichte Dr. Droß Krüpe Kerstin