Uni-Kassel
14. März 2017Blockseminar quot Das Böse im Blick quot Der Nationalsozialismus im deutschen Gegenwartsfilm
Die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Bundesrepublik steht seit ihrer Gründung unter dem Vorbehalt ihrer Vorgeschichte: Wie man mit der Geschichte des Nationalsozialismus umgehe nicht zuletzt daran wird gemessen, ob und inwieweit das neue Deutschland als gleichberechtigter Partner der Völkergemeinschaft...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Selbst- und Fremdwahrnehmung der Bundesrepublik steht seit ihrer Gründung unter dem Vorbehalt ihrer Vorgeschichte: Wie man mit der Geschichte des Nationalsozialismus umgehe nicht zuletzt daran wird gemessen, ob und inwieweit das neue Deutschland als gleichberechtigter Partner der Völkergemeinschaft gelten kann. Dies gilt ebenso für die selbstreflexive Perspektive. Jede Generation nach dem Zivilisationsbruch stellt sich die Frage neu: Wer sind wir eigentlich? Woher stammen wir? Diese Selbstvergewisserung findet derzeit in einem einmaligen symbol- und erinnerungspolitischen Terrain statt: Die letzten Zeitzeugen sterben, die so genannte zweite Generation, die Söhne und Töchter der NS-Verantwortlichen bereiten ihren Abtritt als Kerngeneration der Berliner Republik vor, die Enkelgeneration beansprucht ihren eigenen Standort in der Sicht und Beurteilung der Vergangenheit. Bald wird die erste Generation nicht mehr existieren. Mit dem Verschwin¬den der Zeitzeugen wird das Bild des NS für die folgenden Generationen mehr denn je von den medialen Aufbereitungen der Vergangenheit geprägt sein. Eine wichtige Rolle spielen hier insbesondere die Spielfilme über den NS, die in den letzten Jahren in Deutschland produziert wurden. Das Seminar wird anhand einer Reihe von Filmen/Filmausschnitten dem aktuellen Stand der NS-Aufarbeitung im medialen Bereich nachspüren. Scheine können als Referate erworben werden zu folgenden Themen. Die Referatsthemen können nach der verbindlichen Anmeldung bei Frau Ochtendung mit mir schriftlich vereinbart werden (e-mail Adresse: dr.chschneider@arcor.de Betreff: -Blockseminar Das Böse im Blick-). Die Referate sollen schriftlich ausgearbeitet sein (max. 10 Seiten) und ein kurzes Handout für die anderen Seminarteilnehmer enthalten. Referate können auch zu zweit gehalten werden. Hausarbeiten können erst dann vergeben werden, wenn keine Referatstermine mehr zu vergeben sind. Hausarbeiten (max. 15 Seiten, incl. Literaturliste) bitte mit 1½ Zeilenabstand und korrekter Zitierweise.
In Absprache mit Dr. Schneider.
BemerkungANMELDE- UND WARTELISTE VOLL - 14.03.2006 - 20:20 Uhr
Begrenzung auf 40 TeilnehmerInnen; Anmeldung ab 14.03.2006 per mail: ochten@uni-kassel.de mit Name, Adresse, e-mail, Studiengang, Semesterzahl - im Betreff bitte Lehrveranstaltungs-Nr. angeben.
Das Seminar wird für das Profilstudienprogramm -Konfliktberatung für PädagogInnen- anerkannt.
FB 01 Institut für Erziehungswissenschaft
Uni Kassel
SS2006
Erziehungswissenschaften
Privatdozent
Schneider Christian Privatdozent