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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar Sklaverei 8211 gestern und heute

Inhalte: Nach einer Einführung in die Komplexität des Themas anhand eines historischen Beispiels von Befürwortern und Gegnern der Sklaverei, die Anforderungen und Methoden sollte eine Festlegung interessanter Schwerpunkte erfolgen; da auch eine Exkursion (evtl. Parlament in Straßburg zu der Menschenrechtskommission...

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Inhalte: Nach einer Einführung in die Komplexität des Themas anhand eines historischen Beispiels von Befürwortern und Gegnern der Sklaverei, die Anforderungen und Methoden sollte eine Festlegung interessanter Schwerpunkte erfolgen; da auch eine Exkursion (evtl. Parlament in Straßburg zu der Menschenrechtskommission und zur -Straße der Abschaffung der Sklaverei- angeboten werden kann, sollte eine Beschlussfassung zu dieser optionalen Ergänzung gefasst werden. Die einzelnen Themenbereiche seien hier nur systematisch angedeutet: a) Geschichte: Fokus sei der sogenannte Wiener Kongress (1814/5), auf dem alle Aspekte des profitablen Handels für die europäischen Staaten zur Sprache kamen und die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen für folgende Kolonialzeiten vorgenommen wurden; Geschichte des nord­amerikanischen Kontinents: Sklaverei, Aufstände, Genozid an -Indianern-, Ermunterung der Indianer durch die europäischen Einwanderer, sich gleichfalls Sklaven zu halten; Widerstandsformen von Indianern und schwarzen Sklaven zusammen gegen US-Amerikaner; b) Kirchengeschichte/Theologie: Papst Alexander VI. und die Aufteilung Südamerikas zwischen Spanien und Portugal (1494): Die theologische Kontroverse, ob Indios überhaupt Menschen seien, als Grundlage der Aufteilung der Welt und Schließung der von den Jesuiten geschaffenen Schutzzonen für vom Genozid bedrohte Indios (reduccíones jesuiticas; kommunistisch-utopische Kommunen); c) Soziologie: sogenannte. -Sklavenzuchtanstalten- (z.B. im heutigen Indien); Sklaverei und Prostitution in Europa; d) Jura: Menschenrechte, Aussagen und Implementierung (Jefferson, Virginia; Franz. Revolution; Wiedereinführung der Sklaverei. durch Napoleon I.; Europäisches Parlament); e) Philosophie: Positionen der frz. und dt. Aufklärung (besonders Kant, Hegel) Lernziele: Studierende sind in der Lage, exemplarisch historische Kenntnisse mit ethischen Positionen und eigenem moralischen Empfinden zu verbinden. Dadurch erlangen sie eine solidere Urteilsfindung gegenüber gegen­wärtiger sozialer Probleme. Wird im SemApp. Nr. 242, Standort Essen, GW/GSW, 2. OG, vor Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben. Institut für Optionale Studien IOS Die Veranstaltung ist im fachfremden Modul E3 nicht geeignet für 2-Fach Studierende der Fak. GeiWi. Regelmäßige aktive Teilnahme, Verfassen eines Stundenprotokolls und 6-seitiges Essay (3 Cr.). Optional eine Projektarbeit im Anschluss an den Kurs zur Herstellung eines wiss. Aufsatzes auf Basis der Kursergebnisse inkl. Wahrnehmung eines Redaktionstermins (+ 1 Credit). In E3 ist die regelmäßige, aktive Teilnahme mit Vor-/Nachbereitung neben dem erfolgreichem Bestehen Voraussetzung zum Scheinerwerb. Geduldet wird eine entschuldigte (!) Fehlzeit von max. 2x2 SWS bei regulären wöchentlichen Veranstaltungen bzw. 3 Zeitstunden bei Blockveranstaltungen. Als Entschuldigungsgrund gelten: attestierte Krankheit, Klausurteilnahme oder ähnliche Härtefälle. Nachträgliche Entschuldigungen können nicht berücksichtigt werden. Universität Duisburg-Essen SoSe 2013 Bachelor, Bachelor Dr. Redlich Dieter