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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar Stadtsoziologie und Regionalentwicklung MA SA BM Modul 4.1

Soziale Stadt(teil)entwicklung: vom Sonderprojekt zur Regelaufgabe Mehr als zehn Jahre nach Start des Bund-Länder-Programms -Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt- im Jahr 1999 sind integrierte Entwicklungskonzepte für benachteiligte Stadtgebiete zu einem weit verbreiteten Kerninstrument einer sozial- und bewohnerorientierten...

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Soziale Stadt(teil)entwicklung: vom Sonderprojekt zur Regelaufgabe Mehr als zehn Jahre nach Start des Bund-Länder-Programms -Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt- im Jahr 1999 sind integrierte Entwicklungskonzepte für benachteiligte Stadtgebiete zu einem weit verbreiteten Kerninstrument einer sozial- und bewohnerorientierten Stadterneuerungspolitik geworden (vgl. www.sozialestadt.de). Ende 2009 gab es bundesweit bereits 571 Soziale-Stadt-Gebiete in 355 Kommunen. Die wesentliche Aufgabe dieser Entwicklungskonzepte besteht in der gebietsbezogenen Verknüpfung von städtebaulichen, infrastrukturellen, sozialen, ökonomischen, kulturellen, umweltbezogenen und anderen relevanten Ressourcen und Aktivitäten, um auf diese Weise einen -synergetischen Mehrwert- gegenüber herkömmlichen sektoralen Handlungsansätzen zu erzeugen. Gerade in den Programmgebieten mit einer langen Laufzeit stellt sich allerdings zunehmend die Frage, wie die erreichten positiven Veränderungen auch über das Ende des Förderzeitraums hinaus (i.d.R. max. 10 Jahre) gesichert werden können und welche konzeptionellen, organisatorischen und politischen Vorkehrungen dafür geschaffen werden müssen (-Verstetigungsproblematik-). Denn trotz aller Erfolge sind gebietsbezogene Handlungsprogramme per Definition lediglich zeitlich befristete -Sonderprojekte- jenseits der normalen Verwaltungsstrukturen, in denen es nach wie vor schwer fällt, die anspruchsvollen Prinzipien integrierter und sozialraumorientierter Arbeitsweisen in die Praxis umzusetzen. Angesichts der drängenden sozial-politischen Herausforderungen in unseren Städten (Arbeitslosigkeit, Armut, Ausgrenzung, Segregation etc.) sollten deshalb systematisch neue Wege beschritten werden, um die regulären Ressourcen der einzelnen Verwaltungsressorts gezielter als bislang zur Stabilisierung und Entwicklung benachteiligter Stadtgebiete zu nutzen. Mittelfristiges Ziel muss es dabei sein, die integrierte Stadt(teil)entwicklung zu einer ressortübergreifenden Daueraufgabe der gesamten Stadtverwaltung zu machen. In der Veranstaltung -Soziale Stadt(teil)entwicklung: vom Sonderprojekt zur Regelaufgabe- soll der Frage nachgegangen werden, auf welchem Weg dieses Ziel erreicht werden könnte. Die Basisliteratur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. Bildungswissenschaften Universität Duisburg-Essen SS 2011 SA:BM M.A., Soziale Arbeit: Beratung und Mangement (Master of Arts) Dr. Sauter Matthias