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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar Stadtsoziologie und Regionalentwicklung neu MA Modul 4.1 alt MA 6.1

Spätestens seit dem Start des Bund-Länder-Programms -Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt- sind integrierte Handlungskonzepte für benachteiligte Stadtgebiete zu einem bundesweit anerkannten Instrumentarium einer sozialorientierten Stadterneuerungs- und Wohnungsbestandspolitik geworden. Vorreiter waren hier - neben einzelnen Städten wie Dortmund,...

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Spätestens seit dem Start des Bund-Länder-Programms -Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt- sind integrierte Handlungskonzepte für benachteiligte Stadtgebiete zu einem bundesweit anerkannten Instrumentarium einer sozialorientierten Stadterneuerungs- und Wohnungsbestandspolitik geworden. Vorreiter waren hier - neben einzelnen Städten wie Dortmund, Duisburg und Essen - vor allem das Land Nordrhein-Westfalen mit seinem 1993 beschlossenen ressortübergreifenden Handlungsprogramm -Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf- (heute -Soziale Stadt NRW-) sowie der Stadtstaat Hamburg mit dem sog. -Armutsbekämpfungsprogramm- (1994-1998). Inzwischen sind zahlreiche Städte in Deutschland dazu übergegangen, ihre Aktivitäten zur Stabilisierung und Entwicklung benachteiligter Stadtgebiete mit Hilfe von integrierten Handlungsprogrammen zu koordinieren und die vor Ort verfügbaren Ressourcen zielgerichtet zu bündeln. Gerade in den Programmgebieten mit einer langen Laufzeit - die nordrhein-westfälischen Städte sind davon überdurchschnittlich oft betroffen - stellt sich allerdings zunehmend die Frage, wie die erreichten positiven Veränderungen und hier insbesondere die aufgebauten Einrichtungen und Kooperationsstrukturen auch über das Ende des Förderzeitraums hinaus (i.d.R. max. 10 Jahre) gesichert werden können und welche konzeptionellen, organisatorischen und politischen Vorkehrungen dafür geschaffen werden müssen (-Verstetigungsproblematik-). Denn trotz aller Erfolge sind gebietsbezogene Handlungsprogramme per Definition lediglich zeitlich befristete -Sonderprojekte- jenseits der normalen Verwaltungsstrukturen, in denen es nach wie vor schwer fällt, die anspruchsvollen Prinzipien integrierter und sozialraumorientierter Arbeitsweisen in die Praxis umzusetzen. Angesichts der drängenden sozial-politischen Herausforderungen in unseren Städten (Arbeitslosigkeit, Armut, Ausgrenzung, Segregation etc.) sollten deshalb systematisch neue - auch experimentelle - Wege beschritten werden, um die regulären Ressourcen der einzelnen Verwaltungsressorts gezielter als bislang zur Stabilisierung und Entwicklung benachteiligter Stadtgebiete zu nutzen. Mittelfristiges Ziel muss es dabei sein, die integrierte Stadt(teil)entwicklung zu einer ressortübergreifenden Daueraufgabe der gesamten Stadtverwaltung zu machen. In der Veranstaltung -Soziale Stadt(teil)entwicklung: vom Sonderprojekt zum Regelfall- soll der Frage nachgegangen werden, auf welchem Weg dieses Ziel erreicht werden könnte. Die Basisliteratur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. Bemerkung Diese Veranstaltung wird aus Studienbeiträgen finanziert. Bildungswissenschaften Universität Duisburg-Essen SS 2009 SA:BM M.A., Soziale Arbeit: Beratung und Mangement (Master of Arts) Dr. Sauter Matthias