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Uni-Siegen
14. März 2017

Colloquium aktuelle politische Probleme und soziale Fragen von Studis für Studis bei Kooperation mit Profs

BA C2.3 Service Bildung: Lernen auf Abruf Gerade rauchen die Köpfe der Studierende im Lande wieder. Prüfungszeit. Darauf bereitet sich jeder anders vor. Manche verkriechen sich Monate vor den Klausuren alleine in die Bibliothek, andere hämmern sich das Wissen noch...

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BA C2.3 Service Bildung: Lernen auf Abruf Gerade rauchen die Köpfe der Studierende im Lande wieder. Prüfungszeit. Darauf bereitet sich jeder anders vor. Manche verkriechen sich Monate vor den Klausuren alleine in die Bibliothek, andere hämmern sich das Wissen noch einen Tag vor der Klausur in den Kopf oder versuchen es mit Lerngruppen. Es gibt wahrscheinlich hunderte von verschiedenen Lernmethoden, von Karteikarten, über Zusammenfassungen von Zusammenfassungen schreiben, bis hin zum -Concept Mapping-. Doch mit welcher Technik weiß man in der Prüfung noch am meisten? Technik? Welche Technik? Kann man einfach mal drauf los lernen? Braucht man so etwas wie eine Lerntechnik überhaupt? Der Lernexperte Martin Schuster weiß, dass es für viele Menschen sehr wichtig ist, vor dem Lernen zu wissen, wie man etwas anpacken muss. Allerdings muss für jedes Lernziel die richtige Lerntechnik gefunden werden. Denn: Nicht jeder Lernstoff sollte auf dieselbe Art und Weise gepaukt werden. Auswendig lernen Es hat einen schlechten, Ruf, aber es gibt Dinge, die man einfach auswendig lernen muss, ob man will oder nicht. Vokabeln, Jahreszahlen, Namen, Strukturformeln, die Anordnung der Knochen und so weiter. Dafür ist es günstig, seine Lernzeit in zwei Teile zu teilen. In einer Hälfte der Zeit nimmt man die Informationen auf, in der anderen Hälfte ruft man sie ab. Durch das Abrufen merkt sich das Hirn quasi die Adresse zu der Information. Es ist nämlich nicht nur wichtig Gelerntes zu speichern, sondern auch zu wissen, wo man es gespeichert hat. Der Klassiker des Abrufens von Wissen ist das Karteikartensystem. Gegner dieser Technik können sich den Lernstoff aber auch genauso gut ganz klassisch von anderen abfragen lassen oder sich selbst bei einem Spaziergang aufsagen. Sinnbezogenes Lernen Wer jetzt aber zum Beispiel René Descartes Werk verinnerlichen möchte, und dabei über -Ich denke, also bin ich.- hinauskommen will, muss andere Techniken anwenden. Zunächst aber sollte man eine Sache tunlichst vermeiden: Die zugehörigen Texte und Abhandlungen immer und immer wieder durchlesen. Wenn man den Text nämlich nicht mag, dann wird diese Abneigung von einem Lesen zum anderen immer größer. Schon beim ersten Lesen sollte der Text bearbeitet werden. Eine effektive Form der Bearbeitung ist das -Mind-Mapping-: Man erstellt eine sogenannte Landkarte der wichtigen Begriffe des Textes. Von diesen aus verzweigen sich dann Unterbegriffe und Notizen dazu, wie welches Thema mit einem anderen in Beziehung steht. Endprodukt ist eine visuelle Zusammenfassung des Inhaltes. Die meisten Menschen prägen sich bildhaft aufbereitete Informationen viel leichter ein als nur in Textform vorliegendes Wissen. Wenn man künstlerisch nicht allzu begabt ist, um solche Landkarten zu erstellen, kann man auch auf andere Techniken zurückgreifen. Und zwar das Lesen aus verschiedenen Blickwinkeln. Einmal zum Beispiel als der Student, der den Text lesen muss. Dann vielleicht als Laie, der sich fragt, wie er die Informationen auf seinen Alltag übertragen kann. Oder als Kritiker, dem es nur um die richtige Ausdrucksweise im Geschriebenen geht. Die Möglichkeiten der verschiedenen Blickwinkel sind zahlreich. Diese Methode nennt sich vielseitige Verankerung. Im Endeffekt hat das wieder mit der Adresse des Gelernten im Gehirn zu tun. Um so mehr Abrufwege man für ein und dieselbe Information hat, desto leichter findet man diese Informationen in seinem Gedächtnis wieder. Zeit und ihr Gedächtnis Ab und zu fehlt dem, der sich auf die Prüfung vorbereiten muss, dann aber doch die Zeit, kunstvolle Mind-Maps zu entwerfen, oder einen philosophischen Text x-mal unter verschiedenen Gesichtspunkten zu lesen. Dann muss der Stoff auch schon mal in ein paar Tagen ins Gehirn. Doch kann man in wenigen Tagen überhaupt effektiv lernen? Die Erfahrung zeigt: ja. Selbst Studenten, die zwei Tage vor der Prüfung mit Lernen anfangen, können die Klausur bestehen. Laut Lernexperte Martin Schuster liegt das schlichtweg an dem Quäntchen Angst, das man aufbaut. Die Konzentration steigt, man wird aufnahmefähiger. Absehen sollte man allerdings vom Last-Minute-Lernen, eine Stunde oder sogar Minuten vor der Prüfung. Das so zwanghaft ins Kurzzeitgedächtnis Eingeprägte blockiert sehr oft das Abrufen der vorher sorgfältig gelernten Informationen. Autor/in: Martina Preiner Politikwissenschaft - Internationale Politik warum Voraussetzungen? jeder kann alles, wir wissen schon alles (Platon) zB wäre Diskussion interessant, ob man das Wesen der Welt erkennen kann und was das für die Lehre in der Schule bedeutet freie Gestaltung Universität Siegen WiSe 2010/11 Univ.-Prof. em. Bellers Jürgen em