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Uni-Siegen
14. März 2017

Der Kampf um das Frauenstimmrecht Die historische Entwicklung politischer Partizipation für Frauen in deutscher und internationaler Perspektive Blockveranstaltung

Im September 2013 werden die Bürger und Bürgerinnen der Bundesrepublik Deutschland wieder zu den Urnen gerufen, um in der Bundestagswahl ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen – ein im Grundgesetz garantiertes Recht, von dem ein Teil der Bevölkerung, darunter auch...

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Im September 2013 werden die Bürger und Bürgerinnen der Bundesrepublik Deutschland wieder zu den Urnen gerufen, um in der Bundestagswahl ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen – ein im Grundgesetz garantiertes Recht, von dem ein Teil der Bevölkerung, darunter auch viele Frauen, keinen wertschätzenden Gebrauch mehr macht. Wie brisant über mehrere Jahrhunderte hinweg die Frage nach der Ausdehnung des Wahlrechts nicht nur auf den männlichen Teil der Bevölkerung, sondern eben gerade auch auf die Frauen, diskutiert und umkämpft wurde, ist heute vielen Menschen in Deutschland und in anderen etablierten Demokratien kaum mehr bewusst. Im Rahmen dieser Grundübung, die in Blockseminarform an drei Wochenendterminen im Wintersemester 2013-14 stattfindet, wird die historische Entwicklung der Auseinandersetzung um das Frauenwahlrecht am Beispiel Deutschlands einerseits sowie ausgewählter weiterer Länder (v.a. Großbritannien, USA, Schweiz) andererseits diskutiert. Aufbauend auf den ersten Forderungen nach mehr politischer Partizipation für Frauen durch Olympe de Gouges zu Zeiten der Französischen Revolution werden exemplarisch die Biographien verschiedener Frauenrechtlerinnen (u.a. Louise Otto-Peters, Clara Zetkin, Helene Lange, Gertrud Bäumer, Emmeline und Christabel Pankhurst, Susan B. Anthony, Alice Paul) vorgestellt, ihre politischen Organisationsformen untersucht und ihre Schriften quellennah und rezeptionsgeschichtlich analysiert. Diese Beispiele werden eingebettet in die Kontexte der Feminismus-Forschung und die Forderungen der Frauenbewegung(en) an sich. Auch die Motivationen für unterschiedliche Widerstände gegen das Frauenstimmrecht werden genauer betrachtet. • Karl, Michaela, -Wir fordern die Hälfte der Welt!-: der Kampf der englischen Sufragetten um das Frauenstimmrecht, Frankfurt am Main 2009 • Marsico, Katie, Women’s right to vote. America’s suffrage movement, New York 2011 • Moser-Léchot, Daniel V., -Ein Ja für die Frau-? Der lange Weg zum Stimm- und Wahlrecht der Frauen in der Schweiz, in: Geschichte lernen 19 (2006), S. 53-57 • Phillips, Melanie, Ascent of Woman. A History of the Sufragette Movement, London 2004 • Rosenbusch, Ute, Der Weg zum Frauenwahlrecht in Deutschland, Baden-Baden 1998 • Schaser, Angelika, Frauenbewegung in Deutschland 1848-1933, Darmstadt 2006 Bemerkung Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem zu diesen Thema zur Verfügung stehenden Quellenmaterial und der einschlägigen, teilweise in englischer Sprache verfassten Literatur sowie die eigenständige Einarbeitung in notwendiges historisches Hintergrundwissen sind Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Grundübung. In der Lehrveranstaltung können durch regelmäßige aktive Mitgestaltung , die Übernahme eines Kurzreferats oder ähnlicher Aufgaben in einer Kleingruppe entweder zwei oder wahlweise zusätzlich durch das Anfertigen einer Hausarbeit auch vier Kreditpunkte erworben werden. Geschichte - Neuere und Neueste Geschichte Für die alten Studienordnungen gilt: Zum Seminar werden nur Studierende zugelassen, die das Proseminar Neuzeit erfolgreich absolviert haben (Kopie des Leistungsnachweises/Auszug der Studienleistungen ist vorzulegen). Für die neuen Studienordnungen gilt: Zum Aufbauseminar werden nur Studierende zugelassen, die das Grundmodul Neuere und Neueste Geschichte abgeschlossen haben (Übersicht der Studienleistungen ist vorzulegen). Für die alten Studienordnungen gilt: Durch regelmäßige, aktive Teilnahme (vorbereitende Lektüre, Gruppenarbeiten, Diskussionen) und die Übernahme eines Referats oder einer schriftlichen Ausarbeitung können zwei Kreditpunkte erworben werden. Das Erstellen einer Hausarbeit im Anschluss an die Übung ergibt zwei weitere Kreditpunkte. Spätester Abgabetermin für die Hausarbeit ist der 31. Januar 2014. Für die neuen Studienordnungen gilt: Die Studienleistung (3KP) wird durch regelmäßige, aktive Teilnahme (vorbereitende Lektüre, Gruppenarbeiten, Diskussionen) und die Übernahme eines Referats oder einer schriftlichen Ausarbeitung erbracht. Die Prüfungsleistung (3KP) für das Aufbaumodul Neuzeit kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden, die bis zum 31. Januar 2014 eingereicht werden muss. Universität Siegen WiSe 2013/14 M.A. Müller Marion M.A