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Uni-Siegen
14. März 2017

Die schwierige Frage des Blickes auf Differenz Theorien zu Diversity

Geschlecht, sexuelle Orientierung, Ethnitzität, Soziale Schicht, Behinderung, Alter: soziale Zugehörigkeiten prägen die Wahrnehmung von Menschen. Zu jeder dieser Gruppen existieren bestimmte Stereotype, d.h. es gibt Vorstellungen davon, wie Frauen und Männer, Jugendliche, -Migranten-, Homosexuelle u.a. -sind- und diese Bilder prägen...

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Geschlecht, sexuelle Orientierung, Ethnitzität, Soziale Schicht, Behinderung, Alter: soziale Zugehörigkeiten prägen die Wahrnehmung von Menschen. Zu jeder dieser Gruppen existieren bestimmte Stereotype, d.h. es gibt Vorstellungen davon, wie Frauen und Männer, Jugendliche, -Migranten-, Homosexuelle u.a. -sind- und diese Bilder prägen soziale Interaktionen in wesentlicher Weise. Gleichzeitig gibt es theoretische Ansätze, welche diese Differenzen in Frage stellen, welche eher die Vermischungen in den Vordergrund rücken, z.B. die Vermischungen zwischen verschiedenen Kulturen (kulturelle Hybridität, Transkulturalität) oder zwischen männlich und weiblich zugeschriebenen Attributen in einer gleichen Person (queer studies). Ebenso wird die Ähnlichkeit (Homogenität) aller Angehörigen einer Gruppe in Frage gestellt und die Überschneidungen zwischen den Kategorien -gender, race and class- analysiert (Intersektionalität): Kann man von -den Frauen- sprechen, ohne soziale Schicht und Ethnitzität zu berücksichtigen? Schließlich spielt der Zusammenhang zwischen diesen Differenzen und sozialen Hierarchien eine wichtige Rolle: Differenzen scheinen deswegen so problematisch, weil sie Zugänge zu Bildung, Einkommen, Erwerbsarbeit und sozialem Status strukturieren. Das Seminar bietet eine Einführung in theoretische Zugänge zu diversity und soll dadurch eine Grundlage bieten, eigene und fremde Sichtweisen auf Differenzen sowie die damit verbundenen praktischen Konsequenzen zu verstehen. Die Erarbeitung dieser Grundlagen geschieht durch intensive Textarbeit, Voraussetzung für 3 KP ist die regelmäßige und gründliche Textlektüre als Vorbereitung zum Seminar, die Beteiligung an der gemeinsamen Diskussion, die Zusammenfassung von einem Text als Diskussionsgrundlage und das Verfassen eines Protokolls. WICHTIG: Die Veranstaltung ist auch für das Zertifikat -gender studies- geöffnet - allerdings nur für Masterstudierende! Bildung und Soziale Arbeit, Master, PO 2006 Universität Siegen WiSe 2011/12 Bildung und Soziale Arbeit, Master , Teilzeit, PO 2008 Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Diplom II, PO 2000 Univ.-Prof. Dr. Munsch Chantal