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Uni-Kassel
14. März 2017

Einführungsstudio Stadt Land Fluss

Einführungsstudio für Erstsemester mit integrierter einwöchiger Exkursion nach Kopenhagen / Malmö Städte sind äußerst komplexe Gebilde. Wir wollen im Einführungsstudio lernen, sie mit dem Blick des Planers zu sehen, zu analysieren, zu verstehen und weiter zu entwickeln. Man kann sich...

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Einführungsstudio für Erstsemester mit integrierter einwöchiger Exkursion nach Kopenhagen / Malmö Städte sind äußerst komplexe Gebilde. Wir wollen im Einführungsstudio lernen, sie mit dem Blick des Planers zu sehen, zu analysieren, zu verstehen und weiter zu entwickeln. Man kann sich Städ-ten und Stadtplanung von unterschiedlichen Standpunkten nähern (z.B. vom Architektonischen, vom Wirtschaftlichen, vom Sozialen, vom Juristischen...). Unser wichtigster Ansatzpunkt wird jedoch die physische und baulich-gestalterische Seite der Stadt sein. Dazu wird das Einführungsstudio in drei Phasen, die „drei E's“ gegliedert: Explorieren, Erkennen, Eingreifen. Explorieren In den ersten Wochen werden wir grundlegende Techniken des planerischen und wissenschaftlichen Arbeitens betrachten und einüben. Hierzu zählen Annäherungen an verschiedene Planarten, Maßstabssprünge, Zeichentechniken sowie Recherche für Kurzreferate als Vorbereitung der Exkursion. Abschluss dieser Phase bildet eine Exkursion nach Kopenhagen / Malmö in der Kompaktwoche. Lange Zeit am Rand der europäischen Gemeinschaft, aufgrund der Insellage rückt die dänische Hauptstadt durch neue Verkehrsverbindungen wieder dichter an den zentraleuropäischen Raum heran. Innerstädtische Entwicklungsgebiete, Restrukturierung der Øresund-Uferareale sowie präg-nante architektonische Einzelobjekte und Ensembles werden im Mittelpunkt der Exkursion stehen. Erkennen Kassel dient als räumliche Kulisse dieser Phase. Anhand verschiedener Standorte werden wir zunächst städtebauliche Typologien untersuchen und in mehrere inhaltliche Layer sezieren. Ergänzend wollen wir neben dem im Vordergrund des Einführungsstudios stehenden Städtebau- und Freiraum auch einen ersten Blick auf weitere stadtprägende Strukturen“ (Funktionaliät, Recht, Bodenmarkt, Sozialraum) werfen. Verschiedene Darstellungstechniken - Skizzen, Analysekarten, CAD-Zeichnungen und Modellbau - helfen uns, Aussagen zu Erkanntem zu treffen. Ziel ist die Entwicklung von Standpunkten und Haltungen zu baulichen, freiräumlichen und unsichtbaren Strukturen. Eingreifen Die gewonnenen Erkenntnisse sollen angewandt werden. Hierfür dient die letzte Phase des Studios, in der wir planerische Eingriffe in Stadträume erproben. In unterschiedlichen Maßstäben gilt es, Aussagen zu Freiräumen und Gebäudestrukturen zu treffen und diese mit den gestalterischen Mitteln des Planers umzusetzen. Dichte oder Weite, Blockrand oder Zeilen, Offen oder Geschlossen, Grün oder Grau, Kontext oder Solitär, Variationen oder Singularität sind nur einige Begriffe, die in der Festlegung eines Entwurfes eine Rolle spielen werden. Ziel ist die planerische Auseinander-setzung mit seinem gewählten, räumlichen Umfeld und der direkten bzw. indirekten Nachbar-schaft. Vergleichen und Reflektieren stehen neben dem Planen und Entwerfen im Mittelpunkt. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WS 2007/2008 Univ.-Prof. Dr. Aring Jürgen