Uni-Hannover
14. März 2017Empirie sozialer Milieus Ein Praxiszugang
Das Seminar ist an Studierende gerichtet, die einen Praxiszugang zu strukturentdeckenden Verfahren der empirischen Sozialforschung erlernen wollen. Zum Einsatz kommen das narrative Interview und die Fokusgruppe als qualitative Verfahren. Beide Methoden können in diesem Seminar ausprobiert werden. Quantifizierende Ansätze, von...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Seminar ist an Studierende gerichtet, die einen Praxiszugang zu strukturentdeckenden Verfahren der empirischen Sozialforschung erlernen wollen. Zum Einsatz kommen das narrative Interview und die Fokusgruppe als qualitative Verfahren. Beide Methoden können in diesem Seminar ausprobiert werden. Quantifizierende Ansätze, von der multivariaten Datenanalyse bis zur repräsentativen Milieuauswertung, werden zwar nicht gerechnet, aber als Instrumente der Milieuanalyse vorgestellt.
Der Milieuansatz wird heute zur Erklärung unterschiedlichster gesellschaftlicher Fragestellungen herangezogen und ist aus der modernen Sozialstrukturanalyse nicht mehr wegzudenken. Seine Bedeutung erlangt der Ansatz nicht zuletzt über seine Anwendungsvielfalt, vor allem in der Differenzierung des gesellschaftlichen Wertewandels, für dessen Analyse herkömmliche Ansätze häufig keine ausreichende Trennschärfe mehr aufweisen.
Ausgehend von dem sozialwissenschaftlichen Zugang der Hannoverschen Milieuforschung, die sich im Kern an Bourdieus Habitustheorie orientiert, soll in diesem Seminar ein Blick auf den empirischen Aufbau Sozialer Milieus geworfen werden. Mit welchen Methoden dringen wir zum Habitus als milieu- und gesellschaftsstrukturierender Variable vor?
Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Seminars auch eigene Schwerpunkte der qualitativen Forschungsarbeit einzubringen. Das betrifft sowohl das methodische Design, zum Beispiel den Umgang mit biografischen oder mehrgenerationellen Analyseansätzen, wie auch die technische Umsetzung, zum Beispiel mit videounterstützten Aufzeichnungen und deren softwarebasierter Auswertung.
Milieu- und habitustheoretische Vorkenntnisse sind erwünscht, aber keine Voraussetzung.
Politik, Bachelor (fachübergr.)
VM 2
Universität Hannover
WiSe 2016/17
Institut für Politische Wissenschaft
Dr. phil.
Gardemin Daniel phil