Erfahrungsorientiertes Lernen außerhalb des Klassenraums
Seminar Erfahrungsorientiertes Lernen außerhalb des Klassenraums an der Universität Kassel.
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Jetzt Lernplan erstellenErfahrungsorientiertes Lernen außerhalb des Klassenraums: Vom sprachlosen Staunen zum angeregten Gespräch (VM4) - Planung, Durchführung und Erprobung von Fremdsprachenunterricht: auf dem Markt, im Gericht, im Park, im Museum oder auf den Spuren der documenta-Ausstellungen Außerschulisches Lernen wird gleichgesetzt mit erfahrungsorientiertem, wirklichkeitsnahem Lernen. Obwohl der Museumsbesuch, die Exkursion oder das Projekt im realen Lebensumfeld allseits hoch gelobt wird, finden sie in der Unterrichtsrealität, aber auch an der Universität eher am Rande statt und dienen als Lückenfüller vor den Ferien oder zum Abschluss eines Kurses.
Was sind also die Gründe dafür, dass der Unterrichtsraum oder Seminarraum so selten verlassen wird? Möglicherweise sind die vielen organisatorischen Schritte ein Grund oder aber die Frage, was man im Museum oder an anderen Lernorten überhaupt machen kann, wenn die DaFZ-LernerInnen eine deutschsprachige Führung noch nicht verstehen können. Auch die neueren Lehrwerke helfen bei der Vorbereitung eines Ausstellungsbesuches nicht weiter. Man müsste also selbst erst einmal eine Auswahl an Anschauungsobjekten treffen, um dann einen eigenen Zugang zu finden und im Anschluss ein Konzept zu entwickeln, welches möglichst nicht nur die rezeptiven Fähigkeiten der TeilnehmerInnen, sondern auch die produktiven fördert.
Die Planung, Durchführung, Erprobung und Evaluierung des außerschulischen Lernens soll dabei helfen, die Hemmschwelle zum Gang aus dem Klassenraum zu überwinden. In dieser Veranstaltung geht es darum, von einem sprachlosen Staunen zu einem angeregten Austausch an authentischen, landeskundlich wertvollen Lernorten zu kommen. Ein weiteres Ziel ist es, sich in Teamarbeit mit den Möglichkeiten des sprachlichen Lernens auf allen Niveaustufen an diesen Orten auseinander zu setzen. Eigene Unterrichtskonzepte zu entwickeln und kleine Kurzführungen für die Seminargruppe (Unterrichtssimulation) zum interkulturellen Austausch anzubieten, ist das praktische Vorhaben vor Ort.
Im Rahmen der Veranstaltung sind vier bis fünf Exkursionen im Raum Kassel geplant: So können der Besuch einer Gerichtsverhandlung, der Gedenkstätte Breitenau, verbliebener documenta-Kunstwerke oder auch der Markthalle sowie des Museums ""Schloss-Wilhelmshöhe"" dazu dienen, landeskundliches Wissen auszubauen, neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig Konzepte zu entwickeln und zu erproben, um diese interkulturellen Erfahrungen weiterzugeben.
Zur Vorbereitung der eigenen Unterrichtssequenzen vor Ort werden in den Sitzungen sowohl sprachdidaktische als auch museumspädagogische Ansätze diskutiert. Bei den Erprobungen vor Ort werden die „Microteachings" zur späteren Evaluation mit Video aufgenommen. Darüber hinaus soll zu Beginn der darauffolgenden vorlesungsfreien Zeit eine Berlin-Exkursion angeboten werden, bei der die auf der Mikroebene erprobten Konzepte zum Sprachenlernen in Kassel, auf der Makroebene der Großstadt neu diskutiert werden. Dieses Seminar sollte in Verbindung mit der Veranstaltung „Projektarbeit" (VM4) besucht werden.
In Kürze steht Ihnen ein Semesterapparat in der BB2 zur Verfügung. Bemerkung Dieses Seminar sollte in Verbindung mit der Veranstaltung „Projektarbeit" (VM4) besucht werden. Leistungsnachweis Moderationen, Projektarbeit und Projektbericht FB 02 Institut für Germanistik Moderationen, Projektarbeit und Projektbericht Uni Kassel SoSe 2013 Deutsch als Fremd- und Zweitsprache