Uni-Siegen
14. März 2017Europäischer Kapitalismus im Wandel
Die europäischen Gesellschaften sehen sich mit einer Vielzahl neuer Herausforderungen konfrontiert, die sich sowohl aus externen Zwängen wie auch internen Konflikten resultieren. Die Globalisierung von Produktion und Finanzmärkten, die Bildung eines europäischen Binnenmarktes und Probleme wie Arbeitslosigkeit und demographischer Wandel...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenDie europäischen Gesellschaften sehen sich mit einer Vielzahl neuer Herausforderungen konfrontiert, die sich sowohl aus externen Zwängen wie auch internen Konflikten resultieren. Die Globalisierung von Produktion und Finanzmärkten, die Bildung eines europäischen Binnenmarktes und Probleme wie Arbeitslosigkeit und demographischer Wandel sind nur einige dieser Herausforderungen, mit denen auch ein Wandel kapitalistischer Regime verbunden ist.
Das Seminar geht dem Wandel des europäischen Kapitalismus im Angesicht von Europäisierung und Globalisierung nach. Dabei stehen u.a. folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie reagieren verschiedene europäische Staaten auf die neuen Herausforderungen? Inwiefern kommt es zu einer Europäisierung der nationalstaatlichen Produktionsregime? Wie verändert die Eingebundenheit in den globalen Finanzmarkt die europäische Wirtschaft? Welche Einstellungen haben die europäischen Bürger und Bürgerinnen zu diesen Fragen?
Um diese Fragen zu beantworten, werden verschiedene sozialwissenschaftliche Forschungsstränge vergleichend diskutiert. So geht der -Spielarten des Kapitalismus--Ansatz davon aus, dass kapitalistische Regime weiterhin national organisiert sind und auch deren Wandel den geschichtlich vorgezeichneten Pfaden folgt. Der Ansatz des -Finanzmarkt-Kapitalismus- geht hingegen davon aus, dass frühere nationale Differenzen durch einen globalen Trend zu stärkerer Finanzmarktorientierung nivelliert worden sind. Der Wirtschaftssoziologe Neil Fligstein sieht die Konstruktion von europäischen Märkten vorrangig als Wechselspiel zwischen der EU als politisches Projekt und Firmen, die davon profitieren wollen. Ergänzend dazu werden Umfrageergebnisse zu Wirtschaftskulturen in der EU sowie öffentliche Diskurse zu Wirtschaftsthemen behandelt.
Da ein Teil der Literatur nur in englischer Sprache vorliegt, ist die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Texte Teilnahmevoraussetzung.
Social Science (Kernfach), Bachelor Kern-/Ergänzung, PO 2003
Universität Siegen
SoSe 2010
Soziologie
Dr.
Grauel Jonas