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Uni-Hannover
14. März 2017

Familie Mann

Die -Zauberer--Familie – so tritt uns eine der bedeutendsten Künstlerdynastien des 20. Jahrhunderts entgegen. Vielfältig und verästelt nehmen sie teil an dem kulturellen Leben ihrer Zeit und prägen es auf einzigartige Weise. Im Mittelpunkt stehen dabei die Brüder Thomas und...

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Die -Zauberer--Familie – so tritt uns eine der bedeutendsten Künstlerdynastien des 20. Jahrhunderts entgegen. Vielfältig und verästelt nehmen sie teil an dem kulturellen Leben ihrer Zeit und prägen es auf einzigartige Weise. Im Mittelpunkt stehen dabei die Brüder Thomas und Heinrich Mann, in lebenslanger Ambivalenz aufeinander bezogen. Eine zweite Konstellation bilden die Geschwister Klaus und Erika Mann, die sowohl ihr gemeinsames Heranwachsen im Schatten des berühmten Vaters als auch die Erfahrungen des Exils symbiotisch verbindet. Im Seminar soll literarischen Verbindungslinien, Schlüsselstellen und Abgrenzungsversuchen nachgegangen werden, die die Protagonisten und weitere familiale Nebenfiguren miteinander in Beziehung setzen. Allen voran stehen die -Buddenbrooks-, bereits kurz nach Erscheinen als Schlüsselroman auf die kaufmännische Patrizierfamilie der Manns gelesen. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs treten Heinrich und Thomas Mann mit dem Zola-Essay und den -Betrachtungen eines Unpolitischen- in einen öffentlich gehaltenen Schlagabtausch ein, der erst Jahre später ein einstweiliges Ende findet. Thomas Manns -Unordnung und frühes Leid- spiegelt das Aufwachsen der begabten Mannschen Kinder wider, die als Teil der Münchener Bohème in den Goldenen Zwanziger Jahren Furore machen. Erika und Klaus Mann gehen als -Zwillinge- auf Amerika-Reise, Klaus verarbeitet ihre beiderseitige homosexuelle Orientierung in -Der fromme Tanz-. Mit Ausbruch des Dritten Reichs schreiben sie gemeinsam -Escape to life- als Dokument ihrer politisch-künstlerischen Lebenshaltung im Exil, einer Phase, die sämtliche Manns entscheidend prägen wird. – Mit den Worten Heinrich Manns formuliert: Ein Zeitalter mit seinen Erlebnissen und Themen kann am Beispiel dieser Familie stellvertretend besichtigt werden. Für die Studienleistung ist die Mitgestaltung einer Sitzung (z.B. in Form von Impulsreferat, Thesenpapier/Handout, Moderation) erforderlich, für die Prüfungsleistung die Anfertigung einer wissenschaftlichen Hausarbeit im in der jeweiligen Prüfungsordnung festgelegten Umfang. Ein Reader wird bereitgestellt. Zur Einführung: Marianne Krüll: Im Netz der Zauberer. Eine andere Geschichte der Familie Mann. 5. Aufl. Frankfurt/M: Fischer 1997. Hans Wißkirchen: Die Familie Mann. Reinbek: Rowohlt 1999. Deutsch, Master LbS Teilnehmerzahl: 30. Universität Hannover WiSe 2015/16 Deutsch, Bachelor Tech. Edu. Dr. Antoine Annette