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Uni-Siegen
14. März 2017

Filmanalyse Almodovar II Sind Männer sozial überflüssig

Film ist heutzutage das zentrale ästhetische Medium. Im gelungenen Film werden zentrale Krisen der Lebensführung resp. des Bildungsprozesses des Subjekts ästhetisch verdichtet gezeigt. Ich würde im Sommer gern den Film -La mala education- analysieren. Erfahrungsgemäß dauert eine Analyse eines solchen...

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Film ist heutzutage das zentrale ästhetische Medium. Im gelungenen Film werden zentrale Krisen der Lebensführung resp. des Bildungsprozesses des Subjekts ästhetisch verdichtet gezeigt. Ich würde im Sommer gern den Film -La mala education- analysieren. Erfahrungsgemäß dauert eine Analyse eines solchen Films das ganze Semester. Es gab im WS 12/13 ein Filmanalyseseminar zu Almodovars -Volver-. Dieser Film hat Frauen als Mütter und Töchter zum Gegenstand und deren Beziehungen, sowie, wie sich zeigte, die Stabilsierung und Tradierung der Familie über die Generationen durch Frauen. Männer werden ziemlich negativ geschildert: Als Desater stiftende Übel, aber irgendwie dann doch auch als die, die aus der Symbiose hinausführen, in die die beiden Töchter dann ja von Irene (der Mutter) wieder zurückgelockt werden. In der Hinsicht zeigt der Film Mütter auch als Problem. Vor diesem Hintergrund soll es im SS 13 eben fokussierter um Männer bei Almodovar gehen. Dafür scheint sich mir der genannte Film anzubieten (ggf. -Sprich mit ihr- als weiterer Referenzfilm). Sie können problemlos teilnehmen, wenn Sie im WS nicht mit dabei waren, Bedingung ist nur die Bereitschaft, sich mit Film vorbehaltlos wie intensiv hermeneutisch auseinanderzusetzen. Wir werden sequenzanalytisch den Film auswerten. In dieser Hinsicht können Sie ein methodisches kontrolliertes Verfahren der Filmanalyse in dem Seminar kennenlernen, dass sich durch einen starken Interaktionsbezug und Dialogorientierung von anderen Verfahren abgrenzt. Carsten Heinze, Stephan Moebius, Dieter Reicher (Hg.) (2012): Perspektiven der Filmsoziologie, Konstanz: UVK. Siegfried Kracauer (1964): Theorie des Films. Die Errettung der äußeren Wirklichkeit, Frankfurt a.M.: Suhrkamp. Schmidtke, Oliver; Frank Schröder (2012): Familiales Scheitern. Eine familien- und kultursoziologische Analyse von Stanley Kubricks -The Shining-, Frankfurt am Main: Campus. Arnheim, Rudolf (1932 [2002]): Film als Kunst, Frankfurt am Main: Suhrkamp. Pelzer, Nina (2011): Identität und Spektakel. Der Hollywood-Blockbuster als global erfolgreicher Identitätsanbieter, Konstanz: UVK. Bildung und Soziale Arbeit, Master, PO 2011 Anfertigung von einem Auswertungsprotokoll einer Seminarsitzung (4 h) Universität Siegen SoSe 2013 Bildung und Soziale Arbeit, Master , Teilzeit, PO 2008 Bildung und Soziale Arbeit, Master , Teilzeit, PO 2011 Dr. Behrend Olaf