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Uni-Kassel
14. März 2017

Forschungskolloquium Vom Besonderen zum Allgemeinen Regel Muster und Tradition aus linguistischer Sicht

Sprachwissenschaftliche Forschungen, die auf Korpora oder Textverbünden aufbauen und empirisch arbeiten, haben in aller Regel den Anspruch, eine Regelhaftigkeit sprachlicher Strukturen oder des Sprachgebrauchs festzustellen, die über die untersuchten Texte oder Korpora hinaus Gültigkeit hat. Diese Regelhaftigkeit kann unterschiedlich stark...

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Sprachwissenschaftliche Forschungen, die auf Korpora oder Textverbünden aufbauen und empirisch arbeiten, haben in aller Regel den Anspruch, eine Regelhaftigkeit sprachlicher Strukturen oder des Sprachgebrauchs festzustellen, die über die untersuchten Texte oder Korpora hinaus Gültigkeit hat. Diese Regelhaftigkeit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. So kann man aus einer korpusbasierten Analyse auf eine Regel schließen, die in vielen Fällen - keine Regel ohne Ausnahme - Gültigkeit hat. Oder man kann diese Regelhaftigkeit weniger strikt formulieren, in dem man bspw. von Tendenzen im Sprachgebrauch spricht. Neben Regeln und Tendenzen ist auch das Erkennen von Mustern und musterhaften Strukturen ein grundlegendes Anliegen der Sprachwissenschaft. So sind etwa Strukturen in Gesprächen zwar vielfältig und geben den Sprechern vor allem in Gesprächstypen wie dem Alltagsgespräch großen Freiraum zur Gestaltung der Interaktion, doch beinhalten auch sie Muster und Traditionen des Sprechens, denen die Sprecher folgen. Dabei sind diese Muster und Traditionen nicht allein sprachliche Elemente, sondern können kultureller Natur sein und als kulturelle Traditionen und Gewohnheiten das Sprechen formen und anleiten. Ziel des Forschungskolloquiums ist es, eigene empirisch basierte Forschungen - von der Bachelorarbeit bis zum Promotionsprojekt - daraufhin zu befragen, inwiefern die Konzepte von Regel, Muster und Tradition für die Analyse und den Schluss vom Besonderen zum Allgemeinen eine Rolle spielen. Eine Kurzbibliographie wird zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, im Laufe des Kolloquiums einen ausführlicheren Forschungsüberblick zu erarbeiten. Voraussetzungen Das Forschungskolloquium ist ein Forum für Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, wissenschaftliche Hausarbeit der Lehrämter) im Bereich der romanischen Sprachwissenschaft verfassen oder verfassen wollen. FB 02 Institut für Romanistik Das Forschungskolloquium ist ein Forum für Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, wissenschaftliche Hausarbeit der Lehrämter) im Bereich der romanischen Sprachwissenschaft verfassen oder verfassen wollen. Uni Kassel SoSe 2014 Wirtschaftsromanistik / Französisch Wirtschaftsromanistik / Spanisch Prof. Dr. Schrott Angela