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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Forschungsprojekt Diskursqualität im Medienvergleich Eine vergleichende Analyse der Deliberativität von Online Debatten Lfp

Das Internet ist ein Raum mit nahezu unendlichen Kommunikationsmöglichkeiten. Dabei spielt auch politische Online-Kommunikation eine immer wichtigere Rolle, wenn sich Menschen in Foren, Blogs, Sozialen Netzwerken oder speziellen Beteiligungsangeboten im Internet über politische Inhalte austauschen. Diese Möglichkeiten politischer Online-Kommunikation bergen...

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Das Internet ist ein Raum mit nahezu unendlichen Kommunikationsmöglichkeiten. Dabei spielt auch politische Online-Kommunikation eine immer wichtigere Rolle, wenn sich Menschen in Foren, Blogs, Sozialen Netzwerken oder speziellen Beteiligungsangeboten im Internet über politische Inhalte austauschen. Diese Möglichkeiten politischer Online-Kommunikation bergen das Potenzial deliberative Diskurse im Netz zu führen. Dabei bezeichnet Deliberation eine spezielle Form von Kommunikation, die von wechselseitiger Bezugnahme, Respekt und vernünftiger Argumentation geprägt ist. Unter dem Stichwort -Online-Deliberation- sind in den letzten Jahren zahlreiche Forschungsarbeiten entstanden. Die Befunde sind uneinheitlich. Während in manchen Kommunikationsräumen ein hohes Maß von Deliberativität nachgewiesen werden konnte, herrschen in anderen Onlineräumen monologische Diskursstile und/oder unzivilsierte Pöbelei vor. In dem Lehrforschungsprojekt geht es darum, eine Antwort auf die Frage zu finden, unter welchen Bedingungen (Voraussetzungen) ein deliberativer Diskurs stattfinden kann (Prozess) und welche Ergebnisse daraus resultieren (Outcome). Auf Basis eines bestehenden Untersuchungsmodells und bereits vorliegender Instrumente, sollen die Studierenden die Debatten in unterschiedlichen Onlineräumen vergleichend analysieren. Dafür sollen Inhaltsanalysen von Onlinedebatten durchgeführt werden, um die deliberative Qualität des Kommunikationsprozesses zu bewerten. Vorbehaltlich der Verfügbarkeit und des Fortschritts der empirischen Arbeit im Seminar sollen Teilnehmer solcher Debatten mittels eines kurzen Online-Fragebogens (Unipark) befragt werden, um die Folgen von Onlinedeliberation zu analysieren. Die unterschiedlichen Voraussetzungen variieren entlang der untersuchten Fälle (Onlinedebatten). Zu Beginn des Semesters werden der Forschungstand zur Onlinedeliberation sowie das bestehende Untersuchungsmodell diskutiert. In einem zweiten Schritt werden die Instrumente für die empirische Analyse entwickelt und getestet. Grundlage dafür sind bereits vorliegende Instrumente aus Inhaltsanalysen und Befragungen. Im Anschluss erfolgt die eigenständige Datenerhebung und Auswertung. Den Abschluss bildet die Verschriftlichung der Ergebnisse in einem Forschungsbericht. Die Voraussetzung für die Teilnahme sind Grundkenntnisse von SPSS und Datenanalyse (Erhebungs- und Analyseverfahren I & II), welche im Rahmen des Seminars eingeübt, vertieft und ausgebaut werden sollen. Dezidierte Erfahrungen mit Inhaltsanalysen sind keine notwendige Voraussetzung. Von den Teilnehmern wird erwartet sich eigenständig mit der theoretischen und empirischen Literatur vertraut zu machen. In Kleingruppen sollen die Studierenden dann selbständig empirisch arbeiten und andere Gruppen über ihre Arbeit auf dem Laufenden halten. Dabei leisten ein dreiköpfiges Dozententeam sowie eine Wissenschaftliche Hilfskraft Hilfestellung. Esau, Katharina Leistungsnachweis: - aktive Mitarbeit - Referat Abschlussprüfung: - Projektarbeit Universität Düsseldorf WiSe 2015/16 Univ.-Prof. Dr. Eilders Christiane