Uni-München
14. März 2017Forschungsseminar Politisches Theater heute Aktuelle Theaterformen Englhart
Gegenwärtig, so hört man, sei das Theater besonders politisch. Nicolas Stemann und Elfriede Jelinek, das Zentrum für politische Schönheit und Thomas Ostermeier, Milo Rau und Frank Castorf, Dusan David Parizek und das Theater HORA, Björn Bicker und Simon Stone, Yael...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenGegenwärtig, so hört man, sei das Theater besonders politisch. Nicolas Stemann und Elfriede Jelinek, das Zentrum für politische Schönheit und Thomas Ostermeier, Milo Rau und Frank Castorf, Dusan David Parizek und das Theater HORA, Björn Bicker und Simon Stone, Yael Ronen und Markus & Markus machen politisches Theater. Nur: Was bedeutet das konkret auf inhaltlicher wie formaler Ebene, für die Institutionen wie auch das Verhältnis von Theater und Öffentlichkeit? Welche Möglichkeiten des Politischen hat das Theater? Wo positioniert es sich zwischen herrschendem Pragmatismus und dem Versuch, neue Utopien zu imaginieren, gar zu verwirklichen? Steht neben Race und Gender wieder die Klassenfrage auf der Tagesordnung? Sind Künstler nur subventionierte Hofnarren einer zynisch-gelassenen Machtelite? Im Seminar werden wir wirksame Formen des Politischen zwischen Repräsentation und Präsenz, Konflikt- und Überschreitungsmodell, Drama und Theatertext, Rollenspiel und Performance oder Liveart – vereinfacht: zwischen politisches Theater oder Theater politisch machen diskutieren und reflektieren. In den kritischen Blick nehmen werden wir das weite Feld zwischen traditioneller Bühne, Plattformtheatern, Alltagstheatralität, Internet und performativ-öffentlichen Protestformen auf den Straßen der Metropolen.
Literatur zur Einführung:
Christopher Balme: The Public Sphere, Cambride 2014.
Rolf Bossart (Hg.): Die Enthüllung des Realen: Milo Rau und das International Institute of Political Murder, Berlin 2013.
Andreas Englhart: Das Theater der Gegenwart, München 2015.
Philipp Ruch: Wenn nicht wir, wer dann? Ein politisches Manifest, München 2015.
Bernd Stegemann: Lob des Realismus, Berlin 2015.
Benjamin Wihstutz: Der andere Raum. Politiken sozialer Grenzverhandlung im Gegenwartstheater, Zürich 2012.
W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme)
Leistungsnachweis MA Theaterwissenschaft (WP 6.1):
• Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (50.000-60.000 Zeichen)
• oder: Referat (ca. 45 Minuten) und Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen)
9 ECTS, in Modul(prüfung) -Ästhetik und Konzepte des Gegenwartstheaters- mit Projektübung -Studien zu Ästhetiken und Strukturen des Gegenwartstheaters- (6 ECTS) insgesamt 15 ECTS
--------------------------
Leistungsnachweis MA Profilbereich (WP TW 9.1):
• Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (50.000-60.000 Zeichen)
• oder: Referat (ca. 45 Minuten) und Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen)
9 ECTS
--------------------------
Leistungsnachweis MA Dramaturgie (P 3.1):
• Referat (ca. 15 Minuten)
• Hausarbeit (ca. 36.000 Zeichen)
9 ECTS, in Modul(prüfung) -Ästhetik und Konzepte des Gegenwartstheaters- mit Projektübung -Studien zu Ästhetiken und Strukturen des Gegenwartstheaters- (6 ECTS) insgesamt 15 ECTS
LMU München
SoSe 2016
PD Dr. phil.
Englhart Andreas phil