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Uni-Kassel
14. März 2017

Forschungswerkstatt FW II Lebenswelten alter Menschen

Lebensweltorientierung gilt als ein zentrales Handlungsprinzip der Sozialen Arbeit. Zunächst in der Kinder- und Jugendhilfe verortet (Achter Jugendbericht der Bundesregierung, 1990), wird dieses Prinzip zunehmend auch für die soziale Altenarbeit fruchtbar gemacht. Ausgangspunkt sich auch hier die gegebenen Lebensverhältnisse der...

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Lebensweltorientierung gilt als ein zentrales Handlungsprinzip der Sozialen Arbeit. Zunächst in der Kinder- und Jugendhilfe verortet (Achter Jugendbericht der Bundesregierung, 1990), wird dieses Prinzip zunehmend auch für die soziale Altenarbeit fruchtbar gemacht. Ausgangspunkt sich auch hier die gegebenen Lebensverhältnisse der Adressaten, in denen Hilfen zur Lebensbewältigung praktiziert wird (Thiersch 1992, 5). Zur Analyse komplexer Lebenslagen alter Menschen bedarf es Methoden der Diagnostik und des Fallverstehens. Diese ist nötig, um die soziale Realität der AdressatInnen zum Ausgangspunkt des professionellen Handelns sowie von Hilfeleistungen machen zu können. In der Forschungswerkstatt soll ein theoretisch wie methodisch angemessener Zugang zu Lebenswelten alter Menschen bzw. ihren Familien erarbeitet werden. Dies geschieht anhand des Paradigmas der Fallrekonstruktiven Familienforschung. Die Studierenden werden in Kleingruppenarbeit einen eigenen Fall erheben und rekonstruieren. Thematisch fokussiert die Forschungswerkstatt die Frühphase der Demenz, die für Betroffene und deren Angehörige erhebliche Veränderungen mit sich bringt. Als Service Learning-Projekt wird die FW in Kooperation mit einer Einrichtung der Altenhilfe konzipiert und durchgeführt. Ziel ist es, über die methodisch gewonnenen Erkenntnisse hinauszugehen und auf deren Grundlage einen Praxisleitfaden zu entwickeln, der in der Arbeit mit Frühbetroffenen eingesetzt werden kann. Es handelt sich um eine zweisemestrige Forschungswerkstatt, die im Wintersemester 2015/16 begonnen hat. Im zweiten Teil der Forschungswerkstatt (Sommersemester 2016) werden eigene Erhebungen ausgewertet und fallrekonstruktiv analysiert. Die eigenständige Forschungsarbeit steht im Zentrum der Prüfungsleistung. Im Sommersemester sind nur Studierende zugelassen, die bereits die Forschungswerkstatt I absolviert haben. FB 01 Institut für Sozialwesen Uni Kassel SoSe 2016 Soziale Arbeit Soziale Arbeit Dr. Müller Matthias