Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Fortgeschrittenenseminar Transgression und Körperlichkeit im Film Aktuelle Theaterdiskurse v.Brincken

Das Fortgeschrittenenseminar vermittelt eine Orientierungshilfe im Hinblick auf den konstanten Wandel des Fachs und seiner Gegenstände. Speziell behandelt werden neueste, auch interdisziplinär ausgerichtete Forschungsansätze und Fragestellungen, die anhand von exemplarischen Texten bzw. Beispielen erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Das Fortgeschrittenenseminar vermittelt eine Orientierungshilfe im Hinblick auf den konstanten Wandel des Fachs und seiner Gegenstände. Speziell behandelt werden neueste, auch interdisziplinär ausgerichtete Forschungsansätze und Fragestellungen, die anhand von exemplarischen Texten bzw. Beispielen erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Reflexion wissenschaftlicher Argumentation, Semantik und Methoden. --------------- Transgression und Körperlichkeit im Film -If it’s not transgressive, it’s not underground. It has to be threatening the status quo by doing something surprising, not just imitating what’s been done before.” Das transgressive Kino bildet sich in den frühen 1980er Jahren als Underground-Film-Bewegung in New York heraus und benannte sich nach den programmatischen Artikeln des Punkkünstlers Nick Zedd. Zedd war gleichzeitig einer der ersten Vertreter dieses Undergroundkinos -The C.o.T. was about negated borders and the breaking of boundaries. Its stated aim was to perform revolutionary acts which would cross all socially constructed and socially accepted barriers- (Zedd). Der Akt des Grenzüberschreitens auf allen Ebenen ist abgleitet von Georges Batailles Sexualphilosophie -L’érotisme- (1957): Im Akt der Überschreitung soll ein Prozess der Bewusstwerdung bzw. der Transzendenz erreicht werden. In nahezu allen Beiträgen zum Cinema of Transgression steht der menschliche Körper im Mittelpunkt des Interesses, meist ein sexualisierter Körper, der handelt oder behandelt wird. Der New Yorker Fotograf und Regisseur Richard Kern gilt als namhaftester Vertreter der C.o.T.-Bewegung. Sein Voyeurismus wird in der Inszenierung nicht nur offensichtlich vorgeführt, sondern ist die Motivation seines Werkes. Die menschliche Existenz wird bei ihm meist auf eine Präsenz des Körpers in Situationen sexuellen Ge- und Missbrauchs reduziert. Ausgehend vom originalen Cinema of Transgression und seinen VertreterInnen werden im Seminar ältere, aber auch aktuellere filmische Beispiele auf ihr transgressives Potenzial hin befragt und analysiert. W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft: Referat ca. 15 Minuten und Hausarbeit 21.000-24.000 Zeichen; 9 ECTS Leistungsnachweis Magister Theaterwissenschaft: Referat und Hausarbeit, für Proseminar II- oder Hauptseminar-Schein LMU München WiSe 1617 PD Dr. von Brincken Jörg