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Uni-Siegen
14. März 2017

Gender im zeitgenössischen Autorenkino der Romania Almodóvar Ozon Özpetek

Das Konzept des Autorenkinos gilt als französische Erfindung und geht zurück auf die Strömung der Nouvelle Vague, die Ende der 1950er Jahre ihren Ausgang nimmt. Regisseure wie François Truffaut, Jean-Luc Godard und Claude Chabrol sind die Hauptvertreter eines neuen Kinos,...

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Das Konzept des Autorenkinos gilt als französische Erfindung und geht zurück auf die Strömung der Nouvelle Vague, die Ende der 1950er Jahre ihren Ausgang nimmt. Regisseure wie François Truffaut, Jean-Luc Godard und Claude Chabrol sind die Hauptvertreter eines neuen Kinos, das sich als europäische Gegenbewegung zum US-amerikanischen Mainstream-Kino versteht. Basierend auf den theoretischen Schriften von André Bazin (Qu’est-ce que le cinéma?) und den Ausführungen zur caméra-stylo von Alexandre Astruc formiert sich die Gruppierung junger Autoren und setzt in ihren Filmen auf neue ästhetische Verfahren (durch den Einsatz von Handkameras, Originaldrehbücher, unbekannte Darsteller, viele Außenaufnahmen) und begleitet zugleich ihre Arbeit durch filmtheoretische Reflektionen – u.a. in der neu gegründeten Filmzeitschrift Les Cahiers du cinéma. Die Nouvelle Vague hat die europäische Filmtradition entscheidend geprägt – auch an Hollywood sind die filmästhetischen Innovationen nicht spurlos vorüber­gegangen. In den romanischen Ländern spricht man seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wieder vermehrt von einem neuen Autorenkino – prominente Beispiele sind Pedro Almodóvar (Spanien), François Ozon (Frankreich) und Ferzan Özpetek (Italien). Diese drei Regisseure sollen im Seminar behandelt werden. Zu Beginn werden Grundlagen der Gender, Men’s und Queer Studies gemeinsam erarbeitet und in die Filmtheorie und -analyse eingeführt. Am Beispiel von Filmen der drei erfolgreichen Vertreter des modernen Autorenkinos geraten dann zeitgenössische Genderkonstrukte in den Blick: Welche Männlichkeits- und Weiblichkeitsentwürfe sind in den Filmen zu beobachten? Inwiefern bestätigen, unterlaufen, ergänzen oder parodieren sie gängige Bilder? Ein besonderes Interesse gilt dabei auch den Star Studies, sind es doch – im Gegensatz zum klassischen Autorenkino – oftmals die Stars, mit deren Hilfe sich das Publikum an die Leinwandfiguren bindet. Schuhen, Gregor, Jun.-Prof. Dr. Universität Siegen 20141 SoSe 2014 Romanistik - Romanische und allgemeine Literaturwissenschaft Dr. Fenske Uta