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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Der Einfluss von Bertolt Brecht auf das Theater nach 1945

Das Seminar untersucht den Einfluss von Bertolt Brecht auf das Theater nach 1945. Ausgehend von der Frage nach dem Verhältnis von politischer Intention und Dramenästhetik werden wir zunächst anhand von Brecht und Stanislawski die zwei großen Gegenpositionen der sozialistischen Dramatik...

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Das Seminar untersucht den Einfluss von Bertolt Brecht auf das Theater nach 1945. Ausgehend von der Frage nach dem Verhältnis von politischer Intention und Dramenästhetik werden wir zunächst anhand von Brecht und Stanislawski die zwei großen Gegenpositionen der sozialistischen Dramatik ausmachen. Dabei wird es auch um den Gegensatz zwischen Realismus und Avantgarde gehen. Anschließend werden die Grundlagen des epischen Theaters anhand verschiedener Werke (u. a. Mutter Courage und ihre Kinder) und den dramentheoretischen Schriften Brechts erarbeitet, um sie auf spätere Theaterströmungen anzuwenden. Hierzu eignen sich besonders die Stücke des Dokumentartheaters oder des postdramatischen Theaters (etwa von Heiner Müller oder Elfriede Jelinek). Eine weitere Entwicklungslinie, die im Seminar nachvollzogen werden soll, ist die der Lehrstücke. Ausgehend von Die Maßnahme und Brechts Lehrstücktheorie untersuchen wir den Einfluss Brechts auf die politische und ästhetische Praxis während und nach der Studentenbewegung (z.B. im Agit-Prop-Theater) und auf aktuelle Dokumentartheaterinszenierungen (etwa von Rimini Protokoll oder Milo Rau). Auch Brechts Bearbeitung der Antigone von Sophokles wird einen Untersuchungsgegenstand bilden, zumal Slavoj iek jüngst das ‚Lehrstück’ Die drei Leben der Antigone veröffentlichte. Es sollen auch aktuelle Theaterproduktionen wie die Maßstäbe setzende Inszenierung von Elfriede Jelineks Stück Wut durch Nicolas Stemann besucht und im Kontext des Seminars diskutiert werden. Zur Vorbereitung empfiehlt es sich, sich bereits vor Semesterbeginn mit Brechts Dramentexten Die Maßnahme, Mutter Courage und ihre Kinder und Die Antigone des Sophokles (erneut) vertraut zu machen. Zur Einführung: Hans-Thies Lehmann: Brecht lesen. Recherchen 123. Berlin 2016. Leistungsnachweis Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. Downloads DateinameBeschreibunggültig vongültig bis Lehmann-Brecht lesen-Einleitung.pdf Hans-Thies Lehmann: Brecht lesen (Einleitung) 15.10.2016 31.03.2017 Roman Ritter-Uwe Timm - Agitprop-Stück.pdf Roman Ritter/Uwe Timm: Agitprop-Stück 15.10.2016 31.03.2017 Heiner Müller - Hamletmaschine.tif Heiner Müller: Hamletmaschine 15.10.2016 31.03.2017 Pollesch-Kill your Darlings!.pdf René Pollesch: Kill your Darlings! 15.10.2016 31.03.2017 Zum Download müssen Sie angemeldet sein! Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München WiSe 1617 Dr. Schütz Laura