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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Der mittlere und untere Donauraum zwischen Spätantike und Frühmittelalter

Die Donau besitzt als Landschaftraum und Verkehrsweg in Mittel- und Osteuropa besondere Bedeutung. Die Gesamtlänge des Stroms beträgt vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer 2783,4 km, von denen 2414 km schiffbar sind (von Kelheim bis Sulina).Die mittlere Donau wird im...

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Die Donau besitzt als Landschaftraum und Verkehrsweg in Mittel- und Osteuropa besondere Bedeutung. Die Gesamtlänge des Stroms beträgt vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer 2783,4 km, von denen 2414 km schiffbar sind (von Kelheim bis Sulina).Die mittlere Donau wird im wesentlichen durch die Große Pannonische Tiefebene geprägt. Am Eisernen Tor beginnt die untere Donau, die im Donaudelta der Norddobrudscha ins Schwarze Meer mündet. Im weiteren Sinne ist der Raumbegriff nicht auf das eigentliche Donautal beschränkt. Das Hauptseminar beleuchtet die Stellung des Raums von der Spätantike ins Frühmittelalter mit thematischem Schwerpunkt auf die Völkerwanderungszeit. Analysiert werden sollen die Verhältnisse vor und während der hunnischen Expansion sowie die Neuordnung des Raums zwischen Nedaoschlacht (454 oder 455?) und der Schlacht an der Bolia (469). Versucht wird eine Synthese der historischen Überlieferung zu den Herrschaftsbildungen der Heruler, Sueben, Goten, Gepiden und Langobarden sowie der archäologischen Quellen. Eine Zäsur bedeutete die Etablierung des Awarenreichs. Den Endpunkt der Betrachtung stellt das Proto-Bulgarische Reich dar, das sich Ende des 7. Jhs. bis in das untere Donaugebiet ausdehnte. Die Teilnehmer sollen zu Beginn der Veranstaltung jeweils ein Kurzreferat mit Handout übernehmen, danach ein umfangreicheres Thema bearbeiten, hierzu mit Handout referieren und eine Schriftfassung in der vorlesungsfreien Zeit anfertigen und fristgerecht abgeben. Einführende Lit.: Die Völker an der mittleren und unteren Donau im fünften und sechsten Jahrhundert. Denkschr. Phil.-hist. Kl. d Österr.Akad Wiss. 145 (1980); Friedrich Lotter,Völkerverschiebungen im Ostalpen-Mitteldonau-Raum zwischen AntikeMittelalter (375-600). Unter Mitarbeit von Rajko Brato und Helmut Castritius. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 39 (2003); Jaroslav Tejral, Einheimische und Fremde. Das norddanubische Gebiet zur Zeit der Völkerwanderung (2011). Downloads DateinameBeschreibunggültig vongültig bis HauptseminarPäffgen.docx Referats- und Terminliste 20.10.2016 30.04.2017 Zum Download müssen Sie angemeldet sein! Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde LMU München WiSe 1617 Prof.Dr. Päffgen Bernd