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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Die Fürstenbibliothek Arolsen als Ort des Kultur und Wissenstransfers

Über 35000 Bände vom 16.-19. Jahrhundert sind in der Fürstenbibliothek Arolsen versammelt, dazu unzählige Archivalien, Kunstobjekte, Karten, Briefe und Notizen. Weit mehr als 60000 Abbildungen sind in ihnen enthalten. Diese thematische Vielfalt wie zeitliche Streuung macht die Bibliothek zu einem...

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Über 35000 Bände vom 16.-19. Jahrhundert sind in der Fürstenbibliothek Arolsen versammelt, dazu unzählige Archivalien, Kunstobjekte, Karten, Briefe und Notizen. Weit mehr als 60000 Abbildungen sind in ihnen enthalten. Diese thematische Vielfalt wie zeitliche Streuung macht die Bibliothek zu einem lohnenden Objekt moderner Kulturwissenschaften. Besonders im 17. und noch mehr im 18. Jahrhundert - dank der Fürstin Christiane von Waldeck Pyrmont (1725-1816) und derer Söhne Christian August, Friedrich Carl August und Georg zu Waldeck-Pyrmont - war die Bibliothek ein eigentlicher Kulturort, der Architektur und Lebensformen des Fürstentums prägend mit gestaltete und auf Staatsformen und Bildungswesen Einfluss nahm. Das Spektrum von Archivalien dokumentiert Beziehungen zu prominenten Zeitgenossen (u.a. zu Johann Wolfgang von Goethe und Wilhelm von Humboldt) und erlaubt die Rekonstruktion eines facettenreichen Raumes, der die politischen und topographischen (Landes-)Grenzen sprengte und sich nicht nur in einen europäischen Kultur- und Wissensraum einschrieb, sondern umgekehrt, diesen auch en miniature nachbildete, neu gestaltete und den eigenen Vorstellungen und Bedingungen anpasste. Die vielfältigen Bestände umfassen u.a. Besitz- und Bestandsverzeichnisse, Testamente, Ausleih-, An- und Verkaufslisten, Kunstobjekte, architektonische Zeugnisse sowie Briefe und persönliche Aufzeichnungen. Diese Vielschichtigkeit, die geographische und kulturelle Grenzen überschreitenden Sammlungszusammenhänge und die sowohl regional-kleinräumige als auch internationale Vernetztheit der Bibliothek machen die FWHB zu einem mehr als lohnenden Objekt moderner Kultur- und Wissensforschung. Im Seminar wollen wir uns an dieser Forschung beteiligen, ausgewählte Bestände aus verschiedenen Bereichen (Reiseliteratur, Pädagogik, Geschichte, Waldeckische Zeitschriften) -unter die Lupe nehmen-, auf Alleinstellungsmerkmale und andere Besonderheiten hin untersuchen, bibliographische Angaben in eine Forschungsdatenbank eingeben, und Inhalte thematisch erschließen. Das Seminar gliedert sich in einen ersten Block von drei bis vier Sitzungen in Kassel, in denen wir die Geschichte des Fürstentums Waldeck und der Bibliothek erarbeiten, allgemeine Informationen zu den jeweiligen Bereichen sammeln und einen Fragekatalog entwickeln, mit dem wir am 14. und 15. Mai in einem Blockseminar in Arolsen an den Originalen arbeiten. Ein letzter Block am 2. Juli fasst die Ergebnisse der Recherche und Forschung zusammen. Zur Fürstenbibliothek kann man sich informieren über: http://fwhb.uni-kassel.de/ http://dtm.bbaw.de/Waldeck/startseite-hofbibliothek.htm Bemerkung LitWiss HS Beginn des Seminars: 20.4. Das Seminar findet zusammen mit Prof. Dr. Renate Dürr (FB05) statt. Da in der Bibliothek nur wenig Pätze zur Verfügung stehen, muss die TeilnehmerInnenzahl für GermanistInnen auf 20 beschränkt werden. Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Zum Seminar wird ein Tutorium angeboten. Für BA Studierende der Germanistik ist der Besuch dieses Tutoriums Pflicht. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel SoSe 2010 Germanistische Literaturwissenschaft Lehrveranstaltungspool FB 02 Prof. Dr. Brinker von der Heyde Claudia