Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Essen
14. März 2017

Hauptseminar Entstehung und Entwicklung des Magdeburger Doms vom 10 bis zum 14 Jahrhundert nach den Quellen

Im Jahr 805 wird Magadaburg erstmalig erwähnt: im Diedenhofer Kapitular Karls d. Gr. Der Ort wurde einer der bevorzugten Aufenthaltsorte Ottos d. Gr. Gemeinsam mit seiner ersten Gemahlin Editha stiftete er hier im Jahr 937 ein Benediktinerkloster, gewidmet dem hl....

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Im Jahr 805 wird Magadaburg erstmalig erwähnt: im Diedenhofer Kapitular Karls d. Gr. Der Ort wurde einer der bevorzugten Aufenthaltsorte Ottos d. Gr. Gemeinsam mit seiner ersten Gemahlin Editha stiftete er hier im Jahr 937 ein Benediktinerkloster, gewidmet dem hl. Mauritius. Hier wurde Editha im Jahr 946 bestattet. Nach dem Sieg über die Ungarn auf dem Lechfeld 955 baute Otto die Kirche des Mauritzklosters zur Domkirche um und stattete sie reich mit Reliquien, Spolien und Privilegien aus. Ihre Fertigstellung erlebte er freilich nicht mehr; nach seinem Tod im Jahr 973 wurde er in dem Sarkophag bestattet, der noch heute im Chor zu sehen ist. Im Jahr 1207 zerstörte ein Brand Stadt und Dom; der Erzbischof entschied sich für einen Neubau. Die gotische Kathedrale, 1209 begonnen, wurde im Jahr 1363 vollendet. Obschon es durchaus Quellenberichte über die Vorgänge in Magdeburg gibt, sind in der Forschung die Lage und die Ausrichtung von Mauritzkloster und Dombauten nach wie vor umstritten. Verschiedene archäologische Grabungen der vergangenen Jahre haben dem Thema zusätzlich Brisanz verliehen. Durch die Untersuchung und Öffnung des Grabes der Königin Editha am Beginn des Jahres 2009 ist auch die breite Öffentlichkeit aufmerksam geworden. Gerade für die Architektur des (ottonischen) Doms ist dieses Grab möglicherweise nicht ohne Bedeutung, das wird bei der medienwirksamen Inszenierung der wissenschaftlichen Erforschung der Gebeine der Königin jedoch leider stets vergessen. Im Seminar soll anhand der Quellen die Entstehungsgeschichte des Magdeburger Doms nachvollzogen sowie die Entwicklung zur gotischen Kathedrale verfolgt werden. Literatur: • Ernst Schubert, Dies diem docet. Ausgewählte Aufsätze zur mittelalterlichen Kunst und Geschichte in Mitteldeutschland. Festgabe zum 75. Geb., hg. v. Hans-Joachim Krause, Köln-Weimar-Wien 2003: S. 180-192, S. 193-201, S. 311-356, S. 357-364, S. 458-474 • Otto der Große, Magdeburg und Europa. Katalog der Ausst. in Magdeburg, 2 Bde., hg. v. Matthias Puhle, Mainz 2001 Geschichte Universität Duisburg-Essen WS 2009/10 Master, Master Geschichte