Uni-München
14. März 2017Hauptseminar Exilliterarische Institutionen
Der Exodus einiger tausend Intellektueller (darunter 2000 Schriftstellerinnen und Schriftsteller) aus Deutschland und Österreich seit Februar/März 1933 bedeutete eine in der Geschichte der modernen Zivilisation beispiellose Vertreibungs- und Fluchtgeschichte und damit eine Zäsur: Während im nationalsozialistischen Deutschland die ‚Gleichschaltung‘ der...
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Jetzt Lernplan erstellenDer Exodus einiger tausend Intellektueller (darunter 2000 Schriftstellerinnen und Schriftsteller) aus Deutschland und Österreich seit Februar/März 1933 bedeutete eine in der Geschichte der modernen Zivilisation beispiellose Vertreibungs- und Fluchtgeschichte und damit eine Zäsur: Während im nationalsozialistischen Deutschland die ‚Gleichschaltung‘ der Kultur über ihre Institutionen erfolgte (unter dem zentralen Dach der Reichskulturkammer), mussten in den Exilländern Institutionen und Medien der literarischen Kommunikation teils neu geschaffen werden, um Publikationsmöglichkeiten zu schaffen, transnational kommunizieren und Strategien im Kampf gegen den Nationalsozialismus entwickeln zu können. Dabei ist erstaunlich, welches Maß an Produktivität und welche institutionelle und mediale Vielfalt angesichts der existentiellen Schwierigkeiten, der Sprach- und Identitätsproblematik, der zeitweiligen Permanenz der Flucht und der ökonomischen Probleme im Exil verwirklicht wurden.
Im Seminar soll ein Überblick über die Institutionen- und Kommunikationsgeschichte des (literarischen) Exils gegeben werden. Es geht um: Autorrollen, Schriftstellervereinigungen (v.a. -Schutzverband deutscher Schriftsteller-), kulturelle Exilorganisationen, kulturstiftende Antworten auf die Bücherverbrennungen vom Mai 1933 (-Deutsche Freiheitsbibliothek in Paris), Verlage (u.a. Querido und Allert de Lange in den Niederlanden, Oprecht in der Schweiz, Bermann-Fischer in Wien und Stockholm, Editions du Carrefour in Paris, El Libro Libre in Mexico), Buchgestalter (u.a. Georg Salter, Henri Friedländer, Paul Urban, John Heartfield), das Antiquariatswesen (u.a. die Firma Rosenthal), Zeitungen und Zeitschriften (u.a. -Pariser Tageblatt-, -Die Sammlung-, -Das Wort-), Rundfunk (v.a. BBC mit der Sendereihe -Deutsche Hörer- von Thomas Mann).
Einen zusammenfassenden Gesamtüberblick bietet Ernst Fischer: Literarische Institutionen des Exils. In: Nationalsozialismus und Exil 1933-1945. Hg. v. Wilhelm Haefs (= Hansers Sozialgeschichte der dt. Literatur, Bd. 9). München/Wien: Hanser 2009 (identische Ausgabe München: dtv 2009), S. 99-151.
Leistungsnachweis
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik (2010):
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs:
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
Downloads
DateinameBeschreibunggültig vongültig bis
HS_Exilliterarische Institutionen_Programm und Bibl.docx Programm u. Bibliographie (aktualis. 23.11.)
Hausarbeit_Hinweise_WS2014-15.doc Hinweise Hausarbeiten - aktualisiert 28.1.
HS_Exillit_Themen für Hausarbeiten.docx Hausarbeiten: Themenvorschläge
Exilliterarische Institutionen_Dieter Schiller, Verlage.pdf Verlage im Exil: Dieter Schiller (Überblick)
Verlage im Exil2_Landshoff.pdf Verlage im Exil: MaterialTeil2 (Landshoff)
Verlage im Exil2_H.Mann u.a.pdf Verlage im Exil: Material Teil2 (H.Mann u.a.)
Verlage im Exil2_Muenzenberg u.a.pdf Verlage im Exil: Material Teil 2 (Muenzenberg u.a.)
Schiller_Kulturelle Organisationen.pdf Kulturelle Organisationen: Überblick(19.11.)
Fischer_Zusammenschlüsse.pdf Kulturelle Organisationen: Funktionen (19.11.)
Schiller_SDS.pdf K.O. II (26.11): SDS (D. Schiller)
Schiller_Freiheitsbibliothek.pdf K.O. II (26.11.): Freiheitsbibliothek (Schiller)
American Guild_O 001.jpg K.O. II (26.11.): American Guild
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American Guild_18 002.jpg K.O. II (26.11.): American Guild
Library of the burned books_1934.pdf K.O. II (26.11.): Library of the burned books 1934
HS_Exillit_Klaus Mann_Einigkeit.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: K. Mann
HS_Exilit_Heinrich Mann_Volkskfront.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: H. Mann
HS_Exillit_Brecht_Rede.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: Brecht
HS_Exillit.Lukacs_Realismus.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: Lukács
HS_Exillit_Seghers_Rede 1938.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: Seghers
HS_Exillit_Brecht_5 Schwierigkeiten.pdf Volksfrontpolitik u. Literaturdebatten: Brecht: 5 Schwierigkeiten
HS_Exillit_Presse, Publizistik+Literaturkritik.pdf Periodika (10.12.): Presse, Publizistik, Literaturkritik
HS_Exillit_Die Sammlung_Ueberblick.pdf Periodika (17.12.) Die Sammlung (Kurzbeschreibung)
HS_Exillit_Die Sammlung_Texte_Jahrgang1.pdf Periodika (17.12.) Die Sammlung (Textauswahl)
HS_Exillit_Textauswahl_Zeitschriften_Teil 2.pdf Periodika (7.1.) Textauswahl (aus verschied. Zschr.))
HS_Exillit_Roussel_Pariser Tageblatt u.a..pdf Periodika (7.1.): Tageszeitungen (Roussel über Pariser Tageblatt u.a.)
HS_Exillit_ThomasMann_Rundfunkreden.pdf Rundfunk (14.1.): Th. Mann: Deutsche Hörer
HS_Exillit_Fischer_Verleger-Buchhändler-Antiquare.pdf Verleger, Buchhändler, Antiquare (14.1.): E. Fischer - Überblick
HS_Exillit_Antiquare_Die Rosenthals.pdf Antiquare: Die Rosenthals (14.1.)
Buchgestaltung_Gebrauchsbuch bis 1933_Haefs.pdf Gestaltung des Gebrauchsbuchs bis 1933: Zum Einlesen für den Vortrag am 21.1.
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Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs:
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
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