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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Goya Die graphischen Zyklen

Die Veranstaltung widmet sich drei der großen graphischen Zyklen Goyas: den Caprichos (1793-99) den Desastres de la guerra (1810-15 und den Disparates (1815-23), die in Auszügen im Seminar analysiert werden. Diese berühmten Bildserien sind von ihrer Entstehung an in Schriftzusammenhänge...

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Die Veranstaltung widmet sich drei der großen graphischen Zyklen Goyas: den Caprichos (1793-99) den Desastres de la guerra (1810-15 und den Disparates (1815-23), die in Auszügen im Seminar analysiert werden. Diese berühmten Bildserien sind von ihrer Entstehung an in Schriftzusammenhänge eingebunden: sei es, dass sie selbst als Bild-Text-Verbund konzipiert (Caprichos, Desastres) oder von Kommentaren umwuchert wurden (Caprichos), sei es dass man sie konzeptuell auf Texte bezog (Disparates: auch als -proverbios-, Sprichwörter bezeichnet) oder zu literarischen Intertexten in Beziehung setzte (z. B. zu Quevedos Sueños, zur barocken Aphoristik, zur satirischen Dichtung des ausgehenden 18. Jahrhunderts). Das Seminar wird in einer literaturwissenschaftlichen Annäherung (die nicht auf Kosten des kunstwissenschaftlichen Zugangs gehen soll) diesen Bild-Text-Relationen nachgehen. Es soll darum gehen, die Werke in ihren literarischen, sprachlichen und kulturellen Resonanzraum zu stellen. Dazu werden wir zunächst historische Daten zur Politik und Kultur Spaniens um 1800, aber auch zum weiteren Kontext von europäischer Aufklärung und Revolution erarbeiten. Auf dieser Grundlage soll u. a. die Frage nach dem Zusammenhang von Graphik und Graphie, Serialität und Narrativität der Bilderzyklen, nach dem oft beschworenen Traumcharakter von Goyas graphischer Kunst, sowie nach Text-Bild-Relationen überhaupt diskutiert werden. Wenn möglich, soll auch die lange Rezeptionsgeschichte der Werke einbezogen werden. Zur Vorbereitung: intensive Beschäftigung mit den genannten Bildzyklen (alle drei sind in verschiedenen online-Bildarchiven verfügbar). Zur einführenden Lektüre empfohlen: Werner Hofmann, Goya. Vom Himmel durch die Welt zur Hölle. München 22014. Seminarlektüre: Texte werden rechtzeitig vor Semesterbeginn im Dateidepot zur Verfügung gestellt. (Lektürefähigkeit im Spanischen für Teilnahme empfohlen.) Erwartet wird regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit sowie die Bereitschaft, die Mitverantwortung für eine Sitzung zu übernehmen. ECTS: MA: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet/ mit Essays od. Referat, unbenotet) MA NF : 6 ECTS (ohne Hausarbeit, unbenotet) MA Profilbereich: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet) B.A./M.A. Romanistik: In Absprache mit den Dozenten kann in diesem Seminar ein B.A.- oder M.A.-Schein erworben werden. Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache LMU München SoSe 2015 Univ.Prof.Dr. von Koppenfels Martin