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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Hannah Arendt Vom Leben des Geistes

Hannah Arendt, Vom Leben des Geistes In ihren letzten Lebensjahren (zu Beginn der 1970er Jahre) arbeitete Hannah Arendt - den meisten durch ihren Bericht über den Eichmann-Prozess und ihre umstrittene These von der -Banalität des Bösen- bekannt – an einem...

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Hannah Arendt, Vom Leben des Geistes In ihren letzten Lebensjahren (zu Beginn der 1970er Jahre) arbeitete Hannah Arendt - den meisten durch ihren Bericht über den Eichmann-Prozess und ihre umstrittene These von der -Banalität des Bösen- bekannt – an einem großangelegten Werk über die Tätigkeit des menschlichen Geistes. Die beiden Bände über -Denken- und -Wollen-, die sie noch fertigstellen konnte, sind auf deutsch unter dem Titel -Vom Leben des Geistes- erschienen (englische Ausgabe: The Life of the Mind, 1978 posthum veröffentlicht). Es handelt sich um eine Vorlesungsreihe, in der Arendt auf sehr grundsätzliche Weise danach fragt, was wir eigentlich tun, wenn wir denken, und was es heißt, etwas zu wollen. So wie das Denken das Problem der Erkenntnis und des Wissens stellt, stellt das Wollen die Frage nach der Möglichkeit der menschlichen Freiheit. Das scheinen klassische philosophische Themen zu sein (und Arendt orientiert sich in ihrer Vorlesungsreihe auch weitgehend an der Geschichte der Philosophie), jedoch behandelt Arendt sie auf sehr ‚unklassische’ Weise. Den Anlass ihrer Überlegungen bildet nämlich der im Eichmann-Buch getroffene Befund, dass das ‚Böse’ nicht unbedingt auf bösem Willen oder dem Willen zum Bösen beruht, sondern auf Gedankenlosigkeit (Nicht-Denken, der Unfähigkeit zu denken). Was aber heißt Denken (das damit auch ein Mittel gegen das Böse wäre)? Für Arendt hat es viel mit Einbildungskraft zu tun, mit Sprache, und damit auch mit Dichtung oder Literatur. Im Seminar lesen wir -Vom Leben des Geistes- und flankierende philosophische und literarische Texte mit einem Schwerpunkt auf dem Denken und seiner Verwandtschaft mit dem Dichten. Hannah Arendt, Vom Leben des Geistes. Das Denken. Das Wollen, hrsg. v. Mary McCarthy, München / Zürich (8. Aufl.) 2015 (Piper-Taschenbuch) Zur Einführung in die Thematik ist auch der Spielfilm -Hannah Arendt- von Margarethe von Trotta (2013) geeignet, der die Ereignisse rund um Arendts Berichterstattung über den Eichmann-Prozess behandelt. Leistungsnachweis Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. Anmeldung Das Seminar vermittelt wichtiges Hintergrundwissen für sämtliche literaturbezogenen Studiengänge und die daran anschließenden Berufe – Lehramt, Journalismus, Kulturvermittlung, Verlagsarbeit. Wenn Sie sich - aus welchen Gründen auch immer - über LSF nicht anmelden können oder nicht zugelassen werden, kommen Sie bitte einfach zur ersten Sitzung; die Nachanmeldung zu Semesterbeginn ist in der Regel problemlos möglich. Downloads DateinameBeschreibunggültig vongültig bis There are no dangerous thoughts.pdf There are no dangerous thoughts Arendt_Gaus_Gesprach.pdf Arendt/Gaus Gespräch Transkript Arendt_Seminarplan.docx Seminarplan Bibliographie Merkblatt zum Abfassen von Seminararbeiten.pdf Merkblatt Seminararbeiten Arendt (1994).pdf 25.4. Zwischen Vergangenheit u. Zukunft, Vorwort Arendt_Der Perlentaucher.pdf 25.4. Der Perlentaucher Kafka_Er hat zwei Gegner.pdf 25.4. Kafka, Tagebuchaufzeichnungen Nietzsche_Am Torweg.pdf 25.4. Nietzsche, Zarathustra Arendt_Das Urteilen_Auszuge Zuschauer.pdf 06.06. Arendt, Zuschauer Derrida_Was ist Dichtung_.pdf 20.06. Derrida, Dichtung Arendt_Das Urteilen_Auszu_ge 11.07.16.pdf 11.07. Arendt, Urteilen Zum Download müssen Sie angemeldet sein! Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München SoSe 2016 Univ.Prof.Dr. Lüdemann Susanne