Uni-München
14. März 2017Hauptseminar Tempus und Zeit
Was ist Zeit? Diese Frage bleibt nach wie vor eines der großen wissenschaftlichen Mysterien: Fließt die Zeit dahin, oder ist sie statisch und wir bewegen uns durch sie hindurch? Gibt es etwas wie eine -absolute- Zeit, oder ist Zeit immer...
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Diese Frage bleibt nach wie vor eines der großen wissenschaftlichen Mysterien: Fließt die Zeit dahin, oder ist sie statisch und wir bewegen uns durch sie hindurch? Gibt es etwas wie eine -absolute- Zeit, oder ist Zeit immer relativ zum Betrachter? Existiert die Zeit, oder ist nur das Jetzt real? Und wären Zeitreisen theoretisch möglich?
Und was haben diese Fragen mit der sprachlichen Konzeptionalisierung von Zeit zu tun?
Um der letzteren Frage näher zu kommen, führt das Seminar zwei Perspektiven zusammen. Nach einem Überblick über die unterschiedlichen philosophischen und kognitiven Konzeptionen von Zeit und Zeitlichkeit, die in der Literatur vertreten werden, wird im zweiten Teil des Seminars die grammatische Kategorie Tempus im Mittelpunkt stehen, die unter unterschiedlichen Aspekten betrachtet werden soll:
- Was ist die Semantik bzw. Pragmatik der Einzeltempora des Deutschen?
- In welchen Beschreibungssystemen lässt sich die Bedeutung der Tempora erfassen?
- Wie verläuft der diachrone Entwicklungspfad der Tempora?
- Welche Unterschiede gibt es innerhalb der Tempussysteme verschiedener Sprachen?
- Was ist die Funktion der Tempora in fiktionalen Texten, bspw. der Vergangenheitstempora in einem Zukunftsroman?
Anhand der Betrachtung dieser Teilfragen soll im Seminar kritisch hinterfragt werden, was die Kategorie Tempus mit -Zeit- eigentlich zu tun hat.
HINWEIS: Dieser Kurs kann sowohl als reguläres Hauptseminar als auch als Master-Übung Wissenschaftstheorie belegt werden.
TEILNAHME-VORAUSSETZUNGEN: Bereitschaft zur eigenständigen Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung und deren Bearbeitung in einer Hausarbeit. Mit Blick auf die Erstellung der Hausarbeiten empfehle ich den begleitenden Besuch der Vorlesung -Hausarbeiten schreiben mit Popper, Kuhn & Co.-, montags von 12-14 Uhr.
SCHEIN-ERWERB: Seminararbeit
Evans, Vyvyan. 2003. The structure of time. Language, meaning and temporal cognition. Amsterdam / Philadelphia: Benjamins [Human Cognitive Processing; 12].
Eine pdf-Version kann unter -Downloads- heruntergeladen werden.
Leistungsnachweis
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik:
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM) und MA Wipäd:
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
M.A. Germanistische Linguistik (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Im Rahmen des Profilbereichs in Masterstudiengängen (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen)
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
Downloads
DateinameBeschreibunggültig vongültig bis
HS_Tempus&Zeit_WiSe2014-15_Seminarplan.pdf HANDOUT: Seminarplan / Bibliographie
McTaggart_1908_UnrealityOfTime.pdf TEXT: McTaggart (1908): Unreality of Time
Evans_2003_StructureOfTime.pdf TEXT: Evans, Vyvyan (2003): The structure of time
Zeman_2010_Tempus&Reichenbach.pdf TEXT: Zeman (2010): Reichenbach & Tempus
Evans 2013_Language&Time.pdf TEXT: Evans (2013): Temporale Referenzsysteme
TenCate_2004_Tempussystem.pdf TEXT: Ten Cate (2004): Tempussystem des Deutschen
Ehrich_1992_Perfekt-Präteritum_pw.pdf TEXT: Ehrich (1992): Perfekt & Präteritum
Zeman_2013_Diachronie-Modalverben.pdf TEXT: Zeman (2013): Modalität - Temporalität
Zeman_2013_Diachronie-HistorischesPräsens.pdf TEXT: Zeman (2013): Historisches Präsens
Rothstein_2011_Bibliographie+Zitat.pdf WISS. ARBEITEN: Zitierkonventionen (Rothstein 2011)
HS_WissArbeiten_Hausarbeit-Stylesheet.pdf WISS. ARBEITEN: Hausarbeit - Stylesheet
HS_Tempus&Temporalität_WiSe2014-15_Handouts_Seiten1-20_pw.pdf HANDOUT: Seiten 1-20
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Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik:
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM) und MA Wipäd:
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
M.A. Germanistische Linguistik (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Im Rahmen des Profilbereichs in Masterstudiengängen (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen)
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
LMU München
WiSe 1415
Dr.
Zeman Sonja