Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Un freiwilliges Erzählen Der Franz Rosenzweig Nachlass als kulturwissenschaftliches Quellenkorpus

-(Un)freiwilliges Erzählen: Der Franz-Rosenzweig-Nachlass als kulturwissenschaftliches Quellenkorpus- In der Universitätsbibliothek/Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek der Universität Kassel findet sich seit wenigen Jahren ein Nachlass von Franz Rosenzweig (geboren 1886 in Kassel, gestorben 1929 in Frankfurt am Main). Franz Rosenzweig ist einer...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
-(Un)freiwilliges Erzählen: Der Franz-Rosenzweig-Nachlass als kulturwissenschaftliches Quellenkorpus- In der Universitätsbibliothek/Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek der Universität Kassel findet sich seit wenigen Jahren ein Nachlass von Franz Rosenzweig (geboren 1886 in Kassel, gestorben 1929 in Frankfurt am Main). Franz Rosenzweig ist einer der bedeutendsten deutsch-jüdischen Wissenschaftler, der Zeit seines Lebens mit der Stadt Kassel verbunden war. Lange Jahre galt er vor allem als Philosoph (Schriften zu Hegel) und jüdischer Theologe (Schriften zur jüdischen Religion und zur christlich-jüdischen Beziehung). Die in verschiedenen Nachlässen nur zum Teil veröffentlichten Materialien (analytische Texte und Briefe) zeigen Franz Rosenzweig heute aber auch als Historiker der Moderne, als Vertreter einer die jüdische Geschichte integrierenden Welt- und Politikgeschichte, als Literatur- und Kunstwissenschaftler und als leidenschaftlichen Intellektuellen. Aufbauend auf Materialien aus dem Nachlass des Kasseler Kulturwissenschaftlers Franz Rosenzweig wird sich der interdisziplinäre kulturwissenschaftliche Workshop mit seinem Wirken, seinen kulturhistorischen Schriften, seinen literarischen und essayistischen Texten und mit dem reichen Schatz an Briefwechselns auch aus dem privaten Kasseler und weiterem intellektuellen Umfeld befassen. Studierende der Germanistik, der Geschichte, der Theologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Frauen- und Geschlechterstudien können teilnehmen. Das Ziel sind kleinere Forschungsarbeiten, die erste Forschungs-Ansätze der Vorbereitung einer kulturwissenschaftlichen Konferenz zu Franz Rosenzweig vorbereiten. Folgend eine Reihe von Fragen, die die Arbeit im Workshop leiten: • Welche Bedeutung hat ein privater Nachlass für Recherche, Forschung und Lehre? • Welche Textsorten kann ein Nachlass umfassen? • In welcher Relation stehen unveröffentlichte und veröffentlichte Texte privater und wissenschaftlicher Qualität für das Verständnis des/der Autor/s/In? • Welche analytischen Möglichkeiten öffnet ein Vergleich zwischen veröffentlichten und unveröffentlichten Texten, zwischen Handschriften und veröffentlichten Fassungen? • Welche Rolle spielen Brieftexte, kontinuierlich oder diskontunierliche Briefkommunikation, Tagebuchnotizen, Notizbücher, familiäre Resumes, rituelle Texte etc. für eine kulturgeschichtliche Analyse? • Wie einfühlsam sind poetische Schriften, literarische Übersetzungen und graphische Gestaltungen in Briefen und Werken zu interpretieren? • Wie nah oder wie fern sollten analytische Ansätze sich auf den -Zeitgeist- beziehen? • Welcher Bandbreite zwischen -kaltem- wissenschaftlichen Text und -heissem- erotischem Schreiben muss sich analytische Herangehensweise stellen, ohne Übergänge zu vernachlässigen? • Gibt es Tabus in der Untersuchung eines Nachlasses, in der Sichtbarmachung von Privatem, Familiär-Öffentlichem und Publizitisch-Öffentlichem? • Wie wirkte das intellektuelle, gesellschaftliche, jüdische und ästhetische Umfeld Kassels auf die Entwicklung von Franz Rosenzweig? • Welche geschichtswissenschaftlichen und pädagogischen Konzepte vertrat Franz Rosenzweig? • Was war die Rolle des Jüdischen Lehrhauses in seinem Verständnis eines modernen Judentums? • Musikalische, literarische, künstlerische Schwerpunkte in unveröffentlichten und veröffentlichten Texten. • Analyse der Arbeitsbibliothek von Franz Rosenzweig. Vorbesprechungstermin am 17.10.2013 (18-20 Uhr /KW 5 R.0020) Achtung: Studierende der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte und Theologie können sich aus technischen Gründen leider nicht über Hispos zu dem Seminar anmelden. Bitte melden sie sich direkt bei Prof. Dr. Frank Stern (f.stern@uni-kassel.de) per E-Mail an. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel WiSe 2013/14 Europäische Geschichte Prof. Dr. Stern Frank