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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Walter Benjamin Literatur und Kulturtheorie

Das Seminar konzentriert sich auf das Denken von Walter Benjamin. Gelesen wird eine Auswahl seiner literaturwissenschaftlichen, sprachtheoretischen und kulturkritischen Schriften, darunter der Ursprung des deutschen Trauerspiels, Goethes Wahlverwandtschaften, Über Sprache überhaupt und die Sprache des Menschen, Der Sürrealismus. Die letzte...

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Das Seminar konzentriert sich auf das Denken von Walter Benjamin. Gelesen wird eine Auswahl seiner literaturwissenschaftlichen, sprachtheoretischen und kulturkritischen Schriften, darunter der Ursprung des deutschen Trauerspiels, Goethes Wahlverwandtschaften, Über Sprache überhaupt und die Sprache des Menschen, Der Sürrealismus. Die letzte Momentaufnahme der europäischen Intelligenz und Charles Baudelaire. Ein Lyriker in Zeiten des Hochkapitalismus. Die Diskussion kreist dabei unter anderem um folgende Themenkomplexe: die Übertragung des barocken Allegoriebegriffs auf die existentielle Erfahrung der Moderne, Benjamins Auseinandersetzung mit Goethes Wahlverwandtschaften, die Teilung der Sprache in eine mitteilende und unmittelbare Seite in Benjamins Sprachphilosophie, Erfahrungen wie den -Chock- im Kontext von Benjamins Baudelaire-Lektüre und die Frage nach Benjamins Subjektbegriff, sowie – vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen der Moderne – um zeitkritische Reflexionen zu Aura und Medialität. Das Seminar berücksichtigt dabei einschlägige Positionen der Forschung. Zur Vorbereitung empfehle ich: Walter Benjamin: Ursprung des deutschen Trauerspiels, in: ders., Abhandlungen. Gesammelte Schriften Bd. I.1, hg. v. Rolf Tiedemann/Hermann Schweppenhäuser, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1974, S. 203-430 sowie die weiteren Textgrundlagen des Seminars, die rechtzeitig in einem Reader zur Verfügung stehen werden. Um die Mitteilung eines Interessensschwerpunkts wird vorab gebeten unter: helga.thalhofer@lrz.uni-muenchen.de. Erwartet wird regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit sowie die Bereitschaft, die Mitverantwortung für eine Sitzung zu übernehmen. ECTS: BA: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet) MA: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet/ mit Essays od. Referat, unbenotet) MA NF : als P 1: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet) MA Profilbereich: 6 ECTS (mit Hausarbeit, benotet) Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache LMU München SoSe 2016 Dr. Thalhofer Helga