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Uni-Hannover
14. März 2017

Herbert Marcuse Die Frage nach chancenloser Oppositions Politik in einer total integrierten Gesellschaft

Zunächst in einer einführenden Phase der Textdiskussion, anschließend auf der Grundlage von Referaten soll an Hand der Auseinandersetzung mit Schriften Herbert Marcuses – vorrangig -Der eindimensionale Mensch- sowie -Triebstruktur und Gesellschaft- – folgenden Fragen nachgegangen werden: Besitzt der technische Produktions-...

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Zunächst in einer einführenden Phase der Textdiskussion, anschließend auf der Grundlage von Referaten soll an Hand der Auseinandersetzung mit Schriften Herbert Marcuses – vorrangig -Der eindimensionale Mensch- sowie -Triebstruktur und Gesellschaft- – folgenden Fragen nachgegangen werden: Besitzt der technische Produktions- und Verteilungsapparat der fortgeschrittenen Industriegesellschaft eine Tendenz zur nicht-terroristischen, dennoch -totalitären- Kontrolle und -Gleichschaltung- aller in ihn einbezogenen Individuen? Führt diese Tendenz einen Verfall politischen Denkens und Handelns herbei, der die historischen Möglichkeiten menschlicher Freiheit drastisch reduziert? Wird insbesondere jede Kritik am institutionell-administrativen Status quo lahmgelegt und jede politische Opposition damit erstickt? Besteht die Konsequenz in der Ausbreitung einer -eindimensionalen- Denkweise, die sich Alternativen zur etablierten -technologischen- Herrschaftsordnung (rational in den Mitteln, irrational in den Zielsetzungen) überhaupt nicht mehr vorstellen kann? Oder existieren noch Chancen für eine -Befreiung-? Wer könnte deren Träger sein, sind sie realistisch, fallen sie noch unter den Begriff -Politik-? Literatur (Auswahl): Herbert Marcuse: Triebstruktur und Gesellschaft, Frankfurt 1965; ders.: Der eindimensionale Mensch, Neuwied 1967; ders.: Psychoanalyse und Politik, Frankfurt 1968; ders.: Versuch über die Befreiung, Frankfurt 1969; Robert Paul Wolff/Barrington Moore/Herbert Marcuse: Kritik der reinen Toleranz, Frankfurt 1966; Jürgen Habermas (Hrsg.): Antworten auf Herbert Marcuse, Frankfurt 1968; ders.: Technik und Wissenschaft als ‚Ideologie’, Frankfurt 1968; Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Kritik und Utopie im Werk von Herbert Marcuse, Frankfurt 1992; Tim B. Müller: Krieger und Gelehrte. Herbert Marcuse und die Denksysteme im Kalten Krieg, Hamburg 2010; Roland Roth: Rebellische Subjektivität, Frankfurt/New York 1985; Alfons Söllner: Deutsche Politikwissenschaftler in der Emigration, Opladen 1996; Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule, München/Wien 1986; Stefan Breuer/Helmut König: -Realismus und Revolte. Zur Ambivalenz von Herbert Marcuses Version der Kritischen Theorie-, Text + Kritik 98 (1988); Marcuse-Symposion Dubrovnik 1988: Herbert Marcuse – Eros und Emanzipation, Giessen 1989 Politik, Bachelor (fachübergr.) VM 1 Universität Hannover WiSe 2016/17 Institut für Politische Wissenschaft Prof. Dr. Eisfeld Rainer