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Uni-Duisburg Essen
20. Mai 2015

Japan aus soziologischer Perspektive

Beschreibung der Veranstaltungen zum Thema Japan aus soziologischer Sicht.

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Für alle Japan Fans, nicht nur aus Düsseldorf, sondern auch aus anderen Teilen Deutschlands, gibt es interessante Vorlesungen und Seminare, die das Wissen über Japan vermitteln. An der Universität Duisburg Essen kann man Japan aus soziologischer Perspektive kennen lernen.

Japan als Immigrationsland
Thema dieses Seminars sind die neuen Immigrationsbewegungen nach Japan und ihren Auswirkungen. Im ersten Teil der Lehrveranstaltung erfolgt eine Auseinandersetzung mit der historischen und weltweiten Entwicklung der grenzüberschreitenden Migration und den wichtigsten theoretischen Ansätzen in der Migrationsforschung. Darauf aufbauend werden vorerst im zweiten Teil die Emigrations- und Immigrationsbewegungen während des japanischen Kolonialismus und ihre langfristigen Folgen diskutiert. Im Zentrum des dritten Teils stehen verschiedene endogene und exogene Faktoren (regionaler Kontext in Ostasien, transnationale Netzwerke und Migrationsindustrie, Menschenrechtsregime und Rechtsstaat, institutionelle Rahmenbedingungen der japanischen Immigrationspolitik), welche für die Transformation Japans in ein Immigrationsland in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre verantwortlich sind. Der vierte Teil des Seminars ist den Konsequenzen der neuen Immigration in Japan gewidmet. Hierbei soll auf Tendenzen der Transnationalisierung, der Perzeption der Immigranten als Sicherheitsrisiko, die Integrationspolitik auf subnationaler Ebene und die Wechselwirkungen zwischen Immigranten und japanischer Zivilgesellschaft genauer eingegangen werden.

Literatur:
Castles, Stephen; Mark J. Miller. 2003. The Age of Migration: International Population Movements in the Modern World. Houndmills: McMillan. • Komai, Hiroshi. 1995. Migrant Workers in Japan. London: Kegan Paul International. • Shipper, Apichai W. 2008. Fighting for Foreigners: Immigration and Its Impact on Japanese Democracy. Ithaca: Cornell University Press.

Soziologie des Japanischen
Für das Bestehen und Funktionieren einer Institution ist die Kooperation ihrer Mitglieder unabdingbar. Sprache funktioniert als ein Instrument, das die gemeinsame kognitive Basis - d.h. geteiltes Wissen - für die institutionelle Kooperation aufbaut. Die Art der Verankerung eines solchen gemeinsamen Wissens, also die Sedimentierungsprozesse, sind in institutionsinternen Trainingskursen oder in der institutionellen Alltagskommunikation zu beobachten. Dieses Seminar bietet einen Einblick in die Analyse von empirischen Daten der institutionellen Interaktion in Japan. Gegenstand der Analyse ist die Frage, wie das gemeinsame Wissen von Mitgliedern der Institution verankert und zu „selbstverständlichen" Handlungen wird. Dabei wird u. a. die aktuelle Forschung auf den Gebieten der Kognitivwissenschaften sowie der Kognitivsoziologie berücksichtigt. Für das Bestehen und Funktionieren einer Institution ist die Kooperation ihrer Mitglieder unabdingbar. Sprache funktioniert als ein Instrument, das die gemeinsame kognitive Basis - d.h. geteiltes Wissen - für die institutionelle Kooperation aufbaut. Die Art der Verankerung eines solchen gemeinsamen Wissens, also die Sedimentierungsprozesse, sind in institutionsinternen Trainingskursen oder in der institutionellen Alltagskommunikation zu beobachten. Dieses Seminar bietet einen Einblick in die Analyse von empirischen Daten der institutionellen Interaktion in Japan. Gegenstand der Analyse ist die Frage, wie das gemeinsame Wissen von Mitgliedern der Institution verankert und zu „selbstverständlichen" Handlungen wird. Dabei wird u. a. die aktuelle Forschung auf den Gebieten der Kognitivwissenschaften sowie der Kognitivsoziologie berücksichtigt.

Literatur
Literaturauswahl Berger, P. and Luckmann, T. (1966). The Social Construction of Reality. Garden City, N.Y. DiMaggio, P. (1997) Culture and cognition. Annual Review of Sociology 23, 263-287. Giddens, A. (1997). Sociology. Cambridge. Goffman, E. (1974) Frame Analysis: An Essay on the Organization of Experience. New York: Harper & Row. Hashimoto, K. (2003). Class Structure in Contemporary Japan. Melbourne. Swidler, A. (1995) Cultural Power and social Movements. In: Johnston and Klandermans (eds.): Social Movements and Cultures. Minneapolis: University of Minnesota Press. Tanaka, Hiromasa (2008) Communication strategies and cultural assumptions: An Analysis of French-Japanese Business Meetings. In S. Tietze (ed.) International Management and Language. Lodon: Routledge. Zerubavel, E. (1997) Social Mindscapes: An Invitation to Cognitive Sociology Cambridge.