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14. März 2017Kinematographie des Holocaust
Ist das Kino unser historisches Bildarchiv geworden? Mehr als durch andere Medien ist das erinnerte Bild des Holocaust von der Darstellung in Spielfilmen und Fernsehserien geprägt. Obwohl es bereits früher Spielfilme gab, die sich intensiv mit den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten...
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Jetzt Lernplan erstellenIst das Kino unser historisches Bildarchiv geworden? Mehr als durch andere Medien ist das erinnerte
Bild des Holocaust von der Darstellung in Spielfilmen und Fernsehserien geprägt. Obwohl es bereits
früher Spielfilme gab, die sich intensiv mit den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten
auseinander setzten (etwa Gillo Pontecorvos Kapo, 1961) und Alain Resnais Essayfilm Nacht und
Nebel (1953) die bei der Befreiung gefilmten Dokumente früh zugänglich machte, etablierte erst die
US-Serie Holocaust (1978) bei ihrer Ausstrahlung in Deutschland jene Bilder, die das zeitgenössische
Bildarchiv begründeten. Danach waren es vor allem Steven Spielbergs Schindler Liste (1994) und
Roman Polanskis Der Pianist (2002), die dieses Bild ergänzten und nachhaltig beeinflussten. Dazu
kam die Diskussion um die ‚Holocaust-Komödien' Das Leben ist schön (1998) und Zug des Lebens
(1998) und die immer wieder auftauchende Sexualisierung von Lagerszenarien (Der Nachtportier,
1973).
Dieses Blockseminar wird sich mit bekannten und weniger bekannten Beispielen der filmischen
Darstellung des Holocaust auseinandersetzen, prägnante Beispiele in Ausschnitten bzw. komplett
sichten und gemeinsam diskutieren und zeigen, wie das Kino selbst zum Bildarchiv und Zeitzeugen
werden kann.
Zu den behandelten Filmen gehören: Morituri (1948), Kapó (1961), Die Passagierin (1961), Der
Pfandleiher (1965), Der Nachtportier (1973), Jakob, der Lügner (1974), Schindlers Liste (1994),
Hasenjagd (1994), Der Pianist (2002), The Grey Zone - Die Grauzone (2002) u.a.
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Universität Siegen
SoSe 2010
Medien und Gesellschaft, Medien-/Wirtschaftswiss., Master, PO 2007
Medienkultur, Master, PO 2006
Dr. habil.
Stiglegger Marcus habil