Uni-Dortmund
14. März 2017Kolloquium Forschungskolloquium Literatur und Typographie
Kurzbeschreibung: -Typographische Kultur- rückt zusehends mehr in den Brennpunkt auch literaturwissenschaftlicher Aufmerksamkeit, die sich in typographischen Studien die Frage nach der -Lesbarkeit der Bücher- (Bernhard Metz 2014) stellt. Das jüngst erschienene Handbuch Medien der Literatur (Berlin und Boston 2013) behandelt...
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Jetzt Lernplan erstellenKurzbeschreibung: -Typographische Kultur- rückt zusehends mehr in den Brennpunkt auch literaturwissenschaftlicher Aufmerksamkeit, die sich in typographischen Studien die Frage nach der -Lesbarkeit der Bücher- (Bernhard Metz 2014) stellt. Das jüngst erschienene Handbuch Medien der Literatur (Berlin und Boston 2013) behandelt unter -Textmedien: Konfigurationen von Zeichen- – neben ‚Sprache‘, ‚Rhetorik‘ oder ‚Schreibwerkzeuge‘ – ausführlich auch die beiden Lemmata ‚Type‘ und ‚Layout‘. Das Seminar wird sich historisch u. a. typographischen Neuerungen widmen, die wie die Erfindung von Fußnoten oder Anführungszeichen (-Vom Take Off der Operatoren. [Sprach]Zeichen treten die Herrschaft an-, Friedrich Kittler 1990) auch oder gerade für die Literatur bedeutsamen waren bzw. sind, vor allem aber dem Umgang einzelner Epochen und Autoren mit der Typographie (Grimmelshausens Simplicissimus als Beispiel barocker Drucküberlieferung; Schiller und die Typographie der Klassik; Friedrich Nietzsche, Stefan George, Sigmund Freud u. a. m.). Systematisch stehen u. a. terminologische Klärungen wie die Frage -Typographie als Paratext?- (Annika Rockenberger und Per Röcken) im Vordergrund.
Lernziele/Kompetenzen: Das Forschungskolloquium richtet sich an Fortgeschrittene mit einem ausgeprägten Interesse für literaturtheoretische Fragestellungen im allgemeinen, semiotische und editionskritische im besonderen. Am Beispiel der Typographie soll das begriffliche Differenzierungsvermögen und der Geschmack an -Nuancen und Details- (Ludwig Hohl 1939 und 1942) geschult werden.
Modulprüfung: Hier bieten sich vor allem Exposés zu Masterarbeiten an, aber auch Hausarbeiten sind möglich.
Eignung für angewandte Studiengänge: Studierende der angewandten Kultur- und Literaturwissenschaften sind eingeladen, in diesem Rahmen ihre Masterarbeitsprojekte zur Diskussion zu stellen, wenn sie sich mit der Fragestellung des Forschungskolloquiums – auch nur entfernt – berühren.
Literatur: Wird in Form des Semesterprogramms in der ersten Sitzung bekannt gegeben und im entsprechenden Arbeitsraum des EWS zur Verfügung gestellt.
Institut für deutsche Sprache und Literatur
Technische Universität Dortmund
SoSe 2014
Anmeldung Deutsch
Prof. Dr.
Stingelin Martin