Uni-Kassel
14. März 2017Kompaktseminar modell versuchs labor
Das Reisen das ist mal was Nützliches. Da kriegt die Fantasie zu tun. Alles andere bringt nichts als Enttäuschungen und Mühsal. Unsere Reise hier findet ganz und gar in der Phantasie statt. Das ist ihre Stärke. aus: La Grande...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Reisen das ist mal was Nützliches.
Da kriegt die Fantasie zu tun.
Alles andere bringt nichts als Enttäuschungen und Mühsal.
Unsere Reise hier findet ganz und gar in der Phantasie statt.
Das ist ihre Stärke.
aus: La Grande Bellezza, Paolo Sorrentino, 2013
im Original aus: Louis-Ferdinand Célines -Reise ans Ende der Nacht. 1932
Den Ausgangspunkt der Reise stellen unterschiedliche Materialien. Den Weg bilden experimentelle Findungsprozesse. Die Reisenden lassen sich auf eine Auseinandersetzung mit den spezifischen Möglichkeiten der Materialien ein. Die üblichen Einschränkungen von Typologie, Programm oder Funktion bleiben zu Hause. Ein Maßstab kann bei Bedarf zum Ende der Reise eingeführt werden. Die Reduktion ist für eine Woche ein erklärter Feind.
Prozesse zum ge- ver- missbrauch der gestellten und erweiterbaren Materialien werden in spielerisch lustvoller Weise ausgelotet.
Jeder Teilnehmer entwickelt einen eigenen Versuchsaufbau mit dem er bekannte Grenzen verschiebt. Als Ziele kommen neuartige Raumkonfigurationen, unentdeckte Atmosphären oder ungewöhnliche Ästhetiken in Betracht.
Das unmittelbare Ergebnis der Anordnungen wird in einem einheitlichen Rahmen Teil einer kleinen Ausstellung. Eine fotografische Dokumentation begleitet die Reise. Der Exkursionsbericht wird im Nachgang von den Teilnehmenden zusammengestellt.
Ein Abendprogramm begleitet den Anfang der Reise.
Eine Transformation der gefundenen Ansätze in der eigenen Entwurfsarbeit bietet sich an, steht jedoch nicht im Vordergrund. Die Studierenden erüben ein gezieltes Experimentieren als Methode, welches sich anlehnt an die methode bricolage (Claude Lévi-Strauss) und dem Prinzip des forschenden Entwerfens. Gemeinsames Ziel ist eine selbstständige Bildwelt, die zur Weiterentwicklung anregt.
Vorsicht: Die Teilnahme kann zu nachhaltigen Veränderungen der eigenen ästhetischen Präferenzen führen.
Die Reise findet vom 7. bis 11.11.2016 ganztägig statt.
Packliste: Werkzeug, Arbeitskleidung, Skizzenpapier, Fotoapparate
Die Modelle Experimente erfolgen analog.
Das Versuchslabor richtet sich an Studierende des BA und MA gleichermaßen.
In einem Vortreffen am 28.10.2016 werden um 14 Uhr Hafeka Raum 2105 die Materialien besprochen. Eigene Präferenzen können als Vorschlag mitgebracht werden.
Eine unvollständige Liste beginnt mit: Gips, Wachs, Stahlwolle, Farbe, Draht, Pigment, Perücke, Sand, Beton, Nylonschnur, Papierzellstoff, Silikon, Wolle, Hasendraht, Algen, Bauschaum, Zuckerwatte, Ytongfortzusetzen
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2016/17
Lehrveranstaltungspool FB 06
G.-Prof.
Otto Florian G