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Uni-Hannover
16. März 2017

Kreativität und Improvisation in Ästhetischer Bildung

Wie kommt man zu einer Bild-Idee? Und dann zum Bild oder zum ästhetischen Objekt? Welche Lernprozesse sind dabei angesprochen und wie können diese auch an den Produkten oder mit deren Hilfe sichtbar werden? Am Beginn ‚Ästhetischer Forschung

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Wie kommt man zu einer Bild-Idee? Und dann zum Bild oder zum ästhetischen Objekt? Welche Lernprozesse sind dabei angesprochen und wie können diese auch an den Produkten oder mit deren Hilfe sichtbar werden? Am Beginn ‚Ästhetischer Forschung' als Konzept ästhetischer Bildung - so Helga Kämpf- Jansen - -steht eine Frage, ein Gedanke, eine Befindlichkeit; ein Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier; ein Phänomen, ein Werk, eine Person (fiktiv oder authentisch), eine Gegenbenheit oder Situation; ein literarisches Thema, ein Begriff, ein komplexer Inhalt oder etwas anderes-. Kann dieser Ausgangspunkt aber immer als schon gegeben angenommen werden? Manche Kinder und Jugendlichen sprudeln nur so vor Ideen.

Jedoch der Satz -Mir fällt nichts ein- lässt sich in der kunstpädagogischen Praxis ebenso vernehmen und er verweist auch auf wechselwirkende Erwartungshaltungen. Hierauf sollte entsprechend reagiert werden, denn nicht nur für die Ästhetische Forschung gilt, dass sie nur Sinn hat, wenn die Beteiligten -eine Frage haben, an einer Sache arbeiten wollen, die sie interessiert, einer Idee folgen oder ein ihnen wichtiges Vorhaben verwirklichen wollen.- Wir werden uns also auch mit dem Prozess der Findung auseinandersetzen und mit Möglichkeiten wie ästhetische Erfahrungssituationen initiiert und bildnerische Prozesse begleitet werden können. Begriffe wie Kreativität und Improvisation werden wir auf ihren Stellenwert im Rahmen ästhetischer Bildung befragen und erprobend konkretisieren. Dabei greifen wir auch auf Verfahren des Improvisationstheaters (Assoziationsübungen in Wort - Bild - Geste - Szene - Zusammenspiel) als mögliche Ausgangsbasis für bildnerische Prozesse zurück. Methodische Fragen der Rückmeldung (Lehrer-Schüler- / Schüler-Schüler-Interaktion) im Prozessverlauf und des ästhetischen/bildnerischen Urteilens schließen sich daran an.

Helga Kämpf-Jansen (2001): Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag, Kunst und Wissenschaft - Zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung. Köln: Salon-Verlag Matthias Duderstadt (2003): Improvisation und Ästhetische Bildung. Ein Beitrag zur Ästhetischen Forschung. Köln: Salon-Verlag Weitere Literatur wird im Seminar und über Stud.IP bekannt gegeben. Kunst, Master LA Sonderpädagogik Universität Hannover SoSe 2015 Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft Improda Dennis