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Uni-Hannover
14. März 2017

Kunst zwischen den Kriegen Österreichische Künstler 1918-1938

Der Krieg war 1918 verloren, Österreich-Ungarn zerschlagen, die Monarchie untergegangen, die Illusionen zerstoben. Der hoffnungsvolle demokratische Neuanfang (1918 bis 1920) endete mit dem Auseinanderbrechen der Koalition zwischen -Rechts- und -Links-. Die folgenden Jahre bis 1938 waren in Österreich gekennzeichnet von...

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Der Krieg war 1918 verloren, Österreich-Ungarn zerschlagen, die Monarchie untergegangen, die Illusionen zerstoben. Der hoffnungsvolle demokratische Neuanfang (1918 bis 1920) endete mit dem Auseinanderbrechen der Koalition zwischen -Rechts- und -Links-. Die folgenden Jahre bis 1938 waren in Österreich gekennzeichnet von politischen Unruhen, von Massenarbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Hunger und Inflation bis hin zu Bürgerkriegen. Die Abkehr von demokratischer Orientierung führte 1934 zu einer ständestaatlichen Verfassung und 1938 zum -Anschluss- an das nationalsozialistische Deutschland. In diesen Jahren der 1. Republik fand Österreich – schwankend zwischen Habsburgnostalgie und Anschlusssehnsucht – keine neue Stabilität, keine sichere Identität. Auch die Kunstszene blieb von der politischen Labilität, der wirtschaftlichen Depression und der gesellschaftlichen Zerrissenheit nicht unbeeinflusst. Die international bekannten Fin-de-Siécle-Künstler Gustav Klimt, Egon Schiele, Kolo Moser und Otto Wagner waren 1918 gestorben. -Oskar Kokoschka ist der einzige nach ihnen, der noch internationalen Ruhm genießt-, so schreibt Rudolf Leopold 2008. Dennoch sind in der Zeit zwischen den Kriegen bedeutende künstlerische Leistungen entstanden: z.B. von Rudolf Wacker, Albin Egger-Lienz, Fritz Schwarz-Waldegg, Erika Giovanna Klien, Franz Probst und Wilhelm Thöny sowie Fritz Wotruba. Auf die Repression der 30er Jahre reagierten einige Maler indem sie sozialkritische Bildthemen aufgaben, andere Künstler emigrierten oder sie erhielten Berufsverbot. Im Seminar werden wir u.a. der Frage nachgehen, warum die Künstler dieser Jahre des Umbruchs und Neubeginns lange -vergessen- waren. Wir wollen uns auch mit der österreichischen Kunst der Zwischenkriegszeit bei ihrer Suche nach Eigenständigkeit und in der Auseinandersetzung mit Einflüssen internationaler Kunstrichtungen befassen – einschließlich der Auswirkungen des Nationalsozialismus. Eingeladen zum Seminar sind Studierende, die sich für Geschichte, Politik, Psychologie und Kunst interessieren und zu aktiver Mitarbeit bereit sind. Bitte nutzen Sie die Info-Veranstaltung am 30.März 2015, 14:00-15:00 Uhr Eine Wienexkursion ist für Oktober 2015 geplant. Gasthörendenstudium Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen bei der Infoveranstaltung, Mo 30.03.2015, 14:00 - 15:30 Uhr, C001 Schloßwender Str. 5 oder ab Dienstag, den 31.03.2015, 09:00 Uhr unter: Tel. (0511) 762-5687 oder E-Mail: ghs-info@zew.uni-hannover.de Universität Hannover SoSe 2015 Dozent