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Uni-Hannover
14. März 2017

Literarische Liebeskonzeptionen vom Barock bis zu Bachmann

Was ist Liebe? Die Literatur weist ein facettenreiches Spektrum von Vorstellungen auf, was Liebe ist bzw. sein könnte, wie sie entsteht, welchen Einfluss, welche Funktion und welchen Sinngehalt sie für den bzw. die Menschen hat. In diesem Seminar soll den...

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Was ist Liebe? Die Literatur weist ein facettenreiches Spektrum von Vorstellungen auf, was Liebe ist bzw. sein könnte, wie sie entsteht, welchen Einfluss, welche Funktion und welchen Sinngehalt sie für den bzw. die Menschen hat. In diesem Seminar soll den Spuren des Liebesdiskurses in der Literatur vom 16. bis zum 20. Jahrhundert gefolgt werden. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen literarische Konzeptionen von Liebe und deren historische Entwicklung. Sei es die Liebe zu Gott bzw. einer transzendentalen Instanz, sei es eine pragmatische, zweckgerichtete Liebe im Rahmen gesellschaftlicher Konventionen oder eine leidenschaftliche, die sozialen oder religiösen Ordnungsvorstellungen in Frage stellende Liebe. Untersucht werden soll, welche Funktion Liebe in einem bestimmten Text hat und wie sie jeweils dargestellt wird. Welche Rollen verkörpern die Liebenden? Welche gesellschaftlichen, religiösen oder philosophischen Vorstellungen einer bestimmten Zeit lassen sich in textuellen Manifestationen von Liebe erkennen? Werden diese bejaht, in Frage gestellt oder gar abgelehnt? Welche Art von Liebe wird gezeigt und welche literarischen, inhaltlichen und darstellerischen Elemente werden genutzt, um ‚Liebe‘ zu formulieren? Für die Textgrundlage der Veranstaltung werden Erzählungen und Romane, aber auch Lyrik und Dramen auf ihre Konzeption von Liebe hin befragt. Zudem werden theoretische Texte (z.B. von Luhmann und Barthes) ausschnittsweise mit einbezogen. Behandelt werden u.a. Die Leiden des jungen Werthers (Goethe), Kabale und Liebe (Schiller), Lucinde (Schlegel), Effie Briest (Fontane), Der Tod in Venedig (Mann), Baal (Brecht), Die Vollendung der Liebe (Musil), Traumnovelle (Schnitzler), Der gute Gott von Manhattan (Bachmann), Liebe als Passion (Luhmann) und Fragmente einer Sprache der Liebe (Barthes). Wird für die jeweilige Sitzung angegeben und teilweise über Stud.IP zur Verfügung gestellt. Zudem wird ein Semesterapparat eingerichtet. Zweitfach Deutsch, MA Lehramt Sonderpädagogik Teilnehmerzahl: 30. Universität Hannover SoSe 2015 Deutsches Seminar Errulat Esther Maria