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Uni-Siegen
14. März 2017

Neue Formen der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch Computertechnologien

Die Nutzung von Computertechnologien ist für die meisten Menschen inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Vor allem jüngere Menschen und Menschen mittleren Alters haben internetfähige Geräte wie Desktops, Notebooks, Netbooks, Handhelds, Handys und Tablets fest in ihren Alltag integriert. Dort erfüllen...

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Die Nutzung von Computertechnologien ist für die meisten Menschen inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Vor allem jüngere Menschen und Menschen mittleren Alters haben internetfähige Geräte wie Desktops, Notebooks, Netbooks, Handhelds, Handys und Tablets fest in ihren Alltag integriert. Dort erfüllen sie unterschiedliche Funktionen, die sich durch die rasante technologische Entwicklung der Geräte und Anwendungsprogramme (Apps) weiter differenzieren. Auch im Bereich der Dienste und Unterstützungssysteme für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung wird die Bedeutung der Nutzung internetfähiger Geräte immer deutlicher. Hierbei stellt sich unter anderem die Frage, inwieweit durch die Internetnutzung Teilhabe und Selbständigkeit der Menschen gefördert werden können. Bei der Beschäftigung mit dem Thema 'Nutzung internetfähiger Geräte durch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung' stößt man auf Hindernisse und Barrieren, die man vorläufig wie folgt gliedern könnte: 1. Barrieren durch entstehende Kosten durch Anschaffung und Nutzen; 2. Mangel an erforderlichen Kompetenzen bei Nutzern wie auch bei professionellen und nichtprofessionellen Unterstützer/innen; 3. Barrieren durch Kontrolle (in professionellen bzw. nicht professionellen Unterstützungssystemen). Kern des Seminars ist eine kleine qualitative Studie zur Nutzung von internetfähigen Geräten durch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Anhand von Gruppendiskussionen in ausgewählten Einrichtungen der Behindertenhilfe (Werkstatt, Förderschulen), die von den Studierenden selbst durchgeführt und ausgewertet werden, sollen Erkenntnisse zum derzeitigen Nutzungsverhalten gewonnen und mögliche Barrieren identifiziert werden. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: Vorbereitungsphase Einführung in die Thematik Forschungsmethodische Einführung: Gruppendiskussion Organisatorische Vorbereitung der Feldphase Feldphase (Mitte Mai - Mitte Juni) Gruppendiskussionen in den Einrichtungen Protokollieren und Transkribieren der Gruppendiskussionen Auswertungsphase Auswertung und Präsentation der Ergebnisse Exkursion in das PIKSL-Labor nach Düsseldorf (siehe Link 'PIKSL-Labor'; Termin nach Vereinbarung) Berger, Andreas; Caspers, Tomas; Croll, Jutta; Hoffmann, Jörg; Kubicek, Herbert; Peter, Ulrike et al (2010): Web 2.0 / barrierefrei. Eine Studie zur Nutzung von Web 2.0 Anwendungen durch Menschen mit Behinderung. Hg. v. Aktion Mensch e.V. Online verfügbar unter http://publikationen.aktion-mensch.de/barrierefrei/Studie_Web_2.0.pdf, zuletzt aktualisiert am 08.12.2010, zuletzt geprüft am 22.08.2011. Rudolf, Miriam: Computernutzung durch Menschen mit Lernschwierigkeiten. Masterabschlussarbeit. Universität Siegen, 2011. Lamnek, Siegfried : Gruppendiskussion. Weinheim [u.a.], 2., überarb. u. erw. Aufl., 2005. Soziale Arbeit, Bachelor, PO 2006 Formen der Leistungserbringung sind: • Benotete Leistung (4 KP) durch die Mitarbeit in einer Feldstudie und die Auswertung/ Präsentation der Ergebnisse im Seminar (Abschlussbericht auf schriftlicher Grundlage); • Unbenotete Leistung (3 KP) durch die Mitarbeit in einer Feldstudie und die Auswertung/ Präsentation der Ergebnisse im Seminar. Universität Siegen SoSe 2012 Erziehungswissenschaft Dipl.-Päd. Mayerle Michael Dipl Päd