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Uni-Kassel
14. März 2017

Pier Paolo Pasolini 5.3.1922 - 2.11.1975 Regisseur

Ab 2013 wanderte eine Ausstellung durch Europa: Barcelona, Paris, Rom, Berlin). Sie galt Pasolini. Er war (und ist auch posthum) einer der einflussreichsten, fruchtbarsten, aber auch umstrittensten Künstler seiner Zeit, mittlerweile eine Kultikone. Sein Werk, in Deutschland v.a. durch seine...

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Ab 2013 wanderte eine Ausstellung durch Europa: Barcelona, Paris, Rom, Berlin). Sie galt Pasolini. Er war (und ist auch posthum) einer der einflussreichsten, fruchtbarsten, aber auch umstrittensten Künstler seiner Zeit, mittlerweile eine Kultikone. Sein Werk, in Deutschland v.a. durch seine Filme, aber auch Texte wie die -Freibeuterschriften- (dt. 1978) bekannt, reicht jedoch weit darüberhinaus. PPP debüttierte als Poet mit Gedichten im friaulischen Dialekt (ab ´42; z.B. 2001 ins Deutsche übersetzt), als Schriftsteller mit Romanen wie -Ragazzi di vita- (dt. ´55). Weniger bekannt , hatte er zunächst in Bologna Kunstgeschichte studiert (bei dem berühmt/berüchtigten Kunsthistoriker und -kritiker Roberto Longhi) mit Schwerpunkt Renaissance und Manierismus, später verkörperte Pasolini in einem seiner Filme Giotto, den Meister, mit dem, nach Vasari, die Moderne begann. Nach seiner durch einen -sexuellen Skandal- als Lehrer im Friaul erzwungenen -Emigration- von Bologna, seiner Heimatstadt, und Ramuscello (wo er unterrrichtete) nach Rom entdeckte er im Kontakt mit Intellektuellen und Künstlern den Film als DAS künstlerisch einflussreichste Mittel seiner Zeit. Ziel des Seminares soll es sein, zum einen die (ins Deutsche synchronisierten) Filme zu besprechen und analysieren, dabei die -Reflexe- seiner kunsthistorischen Vorlieben stets im Auge behaltend; daneben sollen aber auch seine Texte (Kritiken, Gedichte und Erzählungen) Beachtung finden, um der Komplexität seiner künstlerischen Person Genüge zu tun (sowie sie bekannt zu machen) und - natürlich - seine Zeichnungen und Gemälde zu untersuchen. Nicht zuletzt soll auch die Rezeption seines Werkes und Lebens (wie auch Sterbens) thematisiert werden, wie etwa die der Sequenz des römischen Regisseurs Nanni Moretti in seinem Film -Liebes Tagebuch- der letzten Jahre, der, Rom mit der Vespa durchquerend, -zufällig- an der Stelle von Pasolinis Todes in Ostia ankommt.

Als Einstieg empfehle ich entweder die bei Wagenbach in mehreren Auflagen erschienenen Freibeuterschriften oder die Biographie von Nico Baldini. Eine Bitte: Sollten Sie die Bändchen ausleihen, kann sie sonst niemand mehr benutzen; wenn sie können, erwerben sie es (die Biographie kostet 15,50 Euro) - ansonsten finden Sie im Internet unter dem Stichwort Pier Paolo Pasolini eine Unmenge von Material, leider nicht alles auf deutsch. Bemerkung Das Seminar setzt keine Vorkenntnisse voraus, ist auch für AnfängerInnen gedacht. Ebensowenig sind Italienischkenntnisse Voraussetzung. Rückfragen aller Art gerne an meine (geänderter mail-Adresse !): gh@mclink.it (Lassen Sie sich nicht durch den möglicherweise auftretenden Namen Gerhard Wolf irritieren, das ist meine eigene, persönliche Adresse!) Module: BA 1.0: IV b, IV c, V b, VIII b, BA 2.0:I c, IV b, VI a MA: I, 2, II 1, V 2, L1: Modul 2, 6, 7 L2: Module 3, 12, 13, 14 L3: Module 4, 13, 14, 15, 16, 24 Kunsthochschule Kassel Uni Kassel SoSe 2015 Privatdozentin Dr. Huber Gabriele