Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Hannover
14. März 2017

Planning Theory and Sociology

Planen wird als die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns verstanden, d.h. Planung soll dazu beitragen, Handlungen vorzubereiten, Maßnahmen umzusetzen und letztlich eine Verbesserung des jeweiligen Status quo zu bewirken. Der Planungstheorie und -soziologie fällt dabei die Aufgabe zu, das Planen systematisch...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Planen wird als die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns verstanden, d.h. Planung soll dazu beitragen, Handlungen vorzubereiten, Maßnahmen umzusetzen und letztlich eine Verbesserung des jeweiligen Status quo zu bewirken. Der Planungstheorie und -soziologie fällt dabei die Aufgabe zu, das Planen systematisch zu erklären (wie funktioniert Planung?) und damit auch zu unterstützen. Es gibt jedoch keine -geschlossene- oder originäre Planungstheorie, aus der heraus alle Elemente von räumlicher Planung und Entwicklung erklärt oder zumindest interpretiert werden können. Während der letzten Jahrzehnte bildeten sich aber in den Wirtschaftswissenschaften, in der Politik- und Verwaltungswissenschaft und in der Soziologie planungstheoretische Ansätze heraus, die Antworten auf die gesellschaftliche Bedeutung von Planung, deren steuerungstheoretische Fundierung sowie auf die Frage von Grenzen der Planung suchten. Die Veranstaltung hat zum Ziel, unterschiedliche Planungsauffassungen herauszuarbeiten sowie das Handeln und die Rolle von Planerinnen und Planern zu reflektieren. Dabei geht es nicht nur um das Produkt gebauter Umwelent, sondern auch um die Prozesse, die von Akteurinnen und Akteuren gestaltet werden und zur Entscheidung über die Entwicklung und Errichtung von Bauten und Anlagen führen resp. sich im gegebenen Raum durch alltägliche Aneignung immer wieder vollziehen. Ziel ist es, die Bedeutung von Planungstheorie(n) und –soziologie für den Planungsalltag aufzuzeigen und kritisch zu analysieren, wie diese Fächer dazu beitragen können, das konkrete Handeln von Planerinnen und Planern zu verbessern. Dazu werden zentrale Planungstheorien (u.a. die -klassischen- Ansätze der rationalen Planung und des Inkrementalismus, die Suche nach einem -Dritten Weg- als Antwort auf diese klassischen Ansätze - perspektivischer Inkrementalismus, mixed scanning, kommunikative Planungstheorie und strategische Planung) vorgestellt und Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich des Planungsverständnisses, des Planungsprozesses und der Rolle der Planung herausgearbeitet. Zibell, Barbara, Prof. Dr. sc. techn. Universität Hannover SoSe 2015 Architektur, Master of Science Dipl.-Ing. Stock Katja