Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 07 Ein hippes Quartier im veralteten Gewand Verkehrsplanung und Verkehrsraumgestaltung im Wittener Wiesenviertel
Die Stadt von heute und ihre Verkehrsräume stehen vor großen Herausforderungen. Standen früher vor allem funktionelle Gesichtspunkte (z.B. autogerechte Stadt) bei der Entwicklung von Quartieren im Vordergrund, muss die Planung heute vielschichtige, zum Teil sehr individuelle Bedürfnisse berück-sichtigen. Einzelne Stadtviertel...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Stadt von heute und ihre Verkehrsräume stehen vor großen Herausforderungen. Standen früher vor allem funktionelle Gesichtspunkte (z.B. autogerechte Stadt) bei der Entwicklung von Quartieren im Vordergrund, muss die Planung heute vielschichtige, zum Teil sehr individuelle Bedürfnisse berück-sichtigen. Einzelne Stadtviertel können dabei einen raschen Bedeutungswandel erleben – beispielhaft verursacht durch veränderte Bewohnerstrukturen, die Eröffnung bzw. den Wegfall von Geschäften und Besuchermagneten, kulturellen oder gastronomischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob ein vor 25 Jahren wohl durchdachtes Verkehrskonzept den heutigen Ansprüchen noch gerecht wird oder sich vielleicht mit der veränderten Nutzungsstruktur gar nicht mehr vereinbaren lässt?!
Dieser Frage soll das Projekt für das Wiesenviertel in Witten nachgehen, das zuletzt in den 1980er Jahren verkehrsplanerisch überarbeitet wurde. Das Stadtviertel liegt in direkter Nachbarschaft der Wittener Haupteinkaufsstraße -Bahnhofstraße-. In den vergangenen zwei Jahren hat das recht neu -gegründete- Quartier einen Wandel weg von der -Nebenstraße der Haupteinkaufsstraße-, geprägt durch Leerstand und Zweitklassigkeit, hin zu einem alternativ und kreativ ausgerichteten Stadtbezirk vollzogen, der maßgeblich durch die ansässigen Bürger und Unternehmen unter der Leitung des Vereins -Stellwerk- vorangetrieben wurde.
Das Projekt wird in zwei Phasen ablaufen. Im ersten Teil soll zunächst in engem Austausch mit verschiedenen Akteuren vor Ort eine Problemanalyse mit Schwerpunkt Verkehr durchgeführt werden um Mängel und Potentiale des Quartiers aufzudecken. Im zweiten Teil sollen die Studierenden Maßnahmen und Lösungsansätze zur Verbesserung der verkehrlichen Situation des Wiesenviertels entwickeln und untersuchen. Hierbei gilt es die unterschiedlichen Akteure, Perspektiven und daraus resultierende Interessen-/Gestaltungskonflikte der im (Verkehrs-)Planungsprozess beteiligten Parteien kennen zu lernen und zu berücksichtigen.
Zu den angewandten Methoden gehören qualitative Interviews, Ortsbegehungen, Geschwindigkeitsmessungen, Verkehrszählungen… Die Studierenden lernen damit praktische Instrumente aus der Verkehrsplanung kennen und wenden diese in Kleingruppen an.
Mit dem Projekt bewegen sich die Studierenden also im Spannungsfeld zwischen Stadtplanungsamt, Verkehrsplanungsamt, Ordnungsamt aber auch privaten Initiativen und Anwohnern – mit der Aussicht ihre Ergebnisse beim Runden Tisch der Stadt Witten vorzutragen!
Bachelor Raumplanung (2012)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2007)
Dipl.- Verk.wirtsch.
Kirsch Karin Dipl Verk.wirtsch