Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 09 Der Dortmunder Hafen Potential für eine Nord Stadt am Wasser
Der Stadtbezirk Innenstadt-Nord befindet sich nördlich des Dortmunder Hauptbahnhofs und der City und gehört mit 1.400 ha flächenmäßig zu den kleineren Stadtbezirken Dortmund, ist aber mit ca. 53.000 Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten und -dichtesten. Im Vergleich zur Gesamtstadt lebt zudem...
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Jetzt Lernplan erstellenDer Stadtbezirk Innenstadt-Nord befindet sich nördlich des Dortmunder Hauptbahnhofs und der City und gehört mit 1.400 ha flächenmäßig zu den kleineren Stadtbezirken Dortmund, ist aber mit ca. 53.000 Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten und -dichtesten. Im Vergleich zur Gesamtstadt lebt zudem ein hoher Anteil junger Menschen im Stadtbezirk, und ca. 60% der Bewohnerinnen und Bewohner sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund.
Im Westen der Innenstadt-Nord befindet sich der Dortmunder Hafen, der gleichzeitig einem der drei statistischen Unterbezirke seinen Namen gegeben hat. Der 1899 eingeweihte Hafen ist auch nach dem Niedergang der Montanindustrie ein bedeutsamer Industriehafen geblieben und fungiert heute als Umschlagplatz und Logistikzentrum. Mit 10 Hafenbecken und einer Gesamtwasserfläche von 34,5 ha, 160 Unternehmen und ca. 5000 Arbeitsplätzen hat er einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert für die Stadt und die Region. Er ist ein bedeutsames industrielles Standbein der Stadt und sichert nach Ansicht des Oberbürgermeisters die wichtigen -Blaumannarbeitsplätze-.
Vom dichten Nebeneinander von Hafen und Wohnen hat die Nordstadt bis heute kaum profitiert. Bislang hat die Stadt Dortmund es versäumt, das Flair des Hafens und die Attraktivität und Anziehungskraft des Wassers für mehr Lebensqualität in der Stadt zu nutzen und den Nordstadtbewohnerinnen und –bewohnern zugänglich zu machen.
Unter dem Leitziel -Lebenswerte Nordstadt- ist im Integrierten Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt-Nord ausdrücklich als Ziel -die systematische Weiterentwicklung und Realisierung des Projektansatzes (Nord-)Stadt am Wasser- genannt. Auch wird ausgeführt: -Durch die bessere Einbindung des Hafens und des Dortmund-Ems-Kanals wird die Nordstadt eine erhebliche Imageverbesserung erfahren-.
Diesbezügliche Konzepte und Maßnahmen zur Umsetzung sind bis heute allerdings nur rudimentär zu erkennen. Zwar wurde eine Rad- und Fußwegeverbindung über den im nördlichen Bereich gelegenen Fredenbaumpark an den Dortmund-Ems-Kanal geschaffen, und in dem direkt an Wohngebiete angrenzenden -Schmiedinghafen- haben einige gastronomische Betriebe eröffnet, vereinzelt haben sich in hafennahen Bereichen auch Künstler und Kulturschaffende niedergelassen.
Von einer -Nordstadt am Wasser- kann aber bei Weitem noch nicht die Rede sein. Im Unterschied zu anderen Städten, die ihre Hafenpotentiale offensiv für die Stadtentwicklung genutzt haben und nutzen, muss Dortmund hier noch aktiv werden.
Ziel des Projekts wird es deshalb sein, die Potentiale des Hafens für die Entwicklung der -(Nord-)Stadt am Wasser- herauszuarbeiten und konzeptionelle Vorschläge zur Weiterentwicklung zu erarbeiten. Beispiele aus anderen Städten können dabei näher betrachtet und in die Ideenfindung einbezogen werden.
Bachelor Raumplanung (2012)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2007)
Dipl.-Ing.
Greiwe Ulla