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Uni-Dortmund
14. März 2017

Projekt A 10 Neukölln im Wandel Familienfreundlichkeit im Brennpunkt

Der Wohnraum in der Hauptstadt wird insbesondere im unteren und mittelklassigen Preissegment immer knapper. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat daher die Bezirke beauftragt Wohnbaupotenzialstudien anzufertigen, um die möglichen Wohnungsneubaukapazitäten der einzelnen Bezirke Berlins abzuwägen. Hierzu gehören auch die Potenziale für...

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Der Wohnraum in der Hauptstadt wird insbesondere im unteren und mittelklassigen Preissegment immer knapper. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat daher die Bezirke beauftragt Wohnbaupotenzialstudien anzufertigen, um die möglichen Wohnungsneubaukapazitäten der einzelnen Bezirke Berlins abzuwägen. Hierzu gehören auch die Potenziale für benötigte Wohnfolgeeinrichtungen einzuschätzen. Dabei spielen jene für Kinder und Familien eine wichtige Rolle für die Stadt, um zum einen ihren gesetzlichen Verpflichtungen beispielsweise der Sicherstellung der Betreuung für Kinder ab dem 1. Lebensjahr nachzukommen, aber auch um die Attraktivität Berlins für Familien zu gewährleisten. Der Norden Neuköllns ist ein hochverdichteter Innenstadtbereich mit hohem Anteil an Kindern in der EinwohnerInnenverteilung. Ausgehend vom Quartier des angrenzenden Kreuzbergs durchlebt der Norden Neuköllns derzeit starke Veränderungsprozesse. Gentrifizierung ist das dominante Thema in der Stadtentwicklungsdiskussion. Dabei sind Gentrifier klassisch bildungsnahe Familien in der Familiengründungsphase, die ein entsprechendes Angebot an Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder sowie Grün- und Freiflächen nachfragen. Aufgabe des Projektes ist es sich zunächst mit dem Thema des familienfreundlichen Planens des Wohnumfeldes auseinanderzusetzen. In einem nächsten Schritt sollen in einer Bestandsaufnahme alle wohnortnahen Bildungs- sowie Betreuungseinrichtungen aufgenommen werden sowie wohnortnahe Grün—und Erholungsflächen. Dabei sollen die Ausnutzung und Entwicklungskapazitäten der Einrichtungen und Flächen sowie die der familienfreundlichen Wohnumfeldbedingungen diskutiert werden. Hierbei werden die derzeitigen Entwicklungstendenzen Nord-Neuköllns sowie eine geplante Nachverdichtung des Gebietes von Bedeutung sein. Folgende Fragen können während der Projektarbeit von Bedeutung sein: Welche Konsequenzen hätte eine Nachverdichtung im Norden Neuköllns auf Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Grün- und Freiflächen? In welchen Bereichen Nord-Neuköllns wäre eine Nachverdichtung am sinnvollsten möglich? Welche Besonderheiten müssen ggf. in dem Ortsteil auf Grund seiner Bevölkerungszusammensetzung beachtet werden? Diese Fragestellungen werden insbesondere in der zweiten Projekthälfte von Bedeutung für die Arbeit des Projektes sein. In der Exkursionswoche im November ist eine Exkursion nach Berlin-Neukölln vorgesehen. Ziel der Exkursion ist ein erstes Kennenlernen und die Bestandsaufnahme der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Grün- und Erholungsflächen von Neukölln. Für das Projekt ist die Teilnahme an der Exkursion nach Berlin-Neukölln verpflichtend. Eine weitere Exkursion ist nach der fortgeschrittenen Projektarbeit für 2014 angedacht, um erzielte Erkenntnisse z.B. mit Experteninterviews zu untermauern. Die Kosten für die Exkursionen müssen von den ProjektteilnehmerInnen vollständig selbst getragen werden. Dabei wird selbstverständlich versucht die Kosten möglichst gering zu halten. Bachelor Raumplanung (2012) Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet) Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes Technische Universität Dortmund WiSe 2013/14 Bachelor Raumplanung (2007) Dipl.-Ing. Oestreich Stefanie