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Uni-Dortmund
14. März 2017

Projekt A 10 Verkehrsprojekte und die dunkle Seite der Planung

Stuttgart-21, die Waldschlösschen-Brücke in Dresden, der Metrorapid im Ruhrgebiet oder die Kanzler-U-Bahn in Berlin - Immer wieder werden Verkehrsinfrastrukturen geplant, bewertet, politisch beschlossen und oft sogar realisiert, deren Sinn sich weder dem planerischem Sach- noch dem gesunden Menschenverstand erschließt. Angesichts...

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Stuttgart-21, die Waldschlösschen-Brücke in Dresden, der Metrorapid im Ruhrgebiet oder die Kanzler-U-Bahn in Berlin - Immer wieder werden Verkehrsinfrastrukturen geplant, bewertet, politisch beschlossen und oft sogar realisiert, deren Sinn sich weder dem planerischem Sach- noch dem gesunden Menschenverstand erschließt. Angesichts integerer und gut ausgebildeter Planerinnen und Planer, ausgeklügelter Bewertungsverfahren und einem komplexen Planungsrecht, stellt sich regelmäßig die Frage: Wie konnte es soweit kommen? Besonders bei der Implementierung von Verkehrsprojekten scheint es trotz aller gewissenhafter, objektiver ingenieurmäßiger Begutachtung, Prognose und Bewertung eine für das Ergebnis von Planungsprozessen höchst relevante politische bzw. menschliche Komponente zu geben. Um diese dunkle Seite der Planung zu ergründen, soll das Projekt zu Beginn seiner Arbeit auf der Basis von Konzepten aus Wissenschaftstheorie, Planungswissenschaften, Politologie und Sozialwissenschaften über Wahrheit, Wahrnehmung, Werte, Moral und Menschenbild reflektieren. Dies soll anschließend Grundlage eigener Untersuchungen an konkreten Beispielen sein. Ganz bewusst wird jedoch in diesem A-Projekt auf einen konkreten Planungsauftrag in einem bestimmten Raum verzichtet. Vielmehr sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon zu Beginn ihres Studiums einen zunächst wissenschaftlich-distanzierten Zugang zur Raumplanung finden, indem sie sich selbstständig abstrakte theoretische Konzepte erschließen und durch eigene empirische Beobachtungen veranschaulichen. Bevor die Studierenden in Zukunft selber aktiv planerische Konzepte erarbeiten, gilt es in diesem A-Projekt zunächst zu verstehen, wie Planung eigentlich funktioniert. Das Wissen um die dunkle Seite von Planung hilft den Teilnehmerinnen und Teilnehmer Inhalte ihres Studiums auch über das Projekt hinaus (selbst)kritisch einzuordnen, um schließlich verantwortungsvolle und gewissenhafte Planerinnen und Planer zu werden. Raumplanung Technische Universität Dortmund SoSe 2012 Bachelor Raumplanung (2007) Dipl.-Geogr. Krummheuer Florian Dipl Geogr